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ZWEIMONATLICH

Jahr 55

OFFIZIELLES ORGAN DES
DIVINE LIGHT ZENTRUMS
8400 WINTERTHUR SCHWEIZ



Aktuelle Ausgabe

Januar/Februar 2020

  

INHALT

Texte aus Ansprachen und Gesprächen von

 

Es gibt einen Magnetismus, der allwunderbar ist, und dieser Magnetismus ist eine Ausstrahlung der inneren Reinheit und Güte. Wenn ihr diese beiden habt, wird euch die ganze Welt die Geheimnisse Gottes offenbaren, und Wunder werden geschehen – Wunder im äußeren und Wunder im inneren Leben.



Gott, die unendliche Wirklichkeit

Gott ist die grenzenlose Wahrheit. Er ist das unendliche Sein und Bewusstsein. Dieses Bewusstsein ist unendliche Schönheit, unendlicher Frieden; es ist eine Unendlichkeit an Schöpferkraft. Und dieses schöpferische Bewusstsein der höchsten Gottheit hat die sichtbaren und unsichtbaren Welten und Universen erschaffen. Es gibt Wunder über Wunder und Wunder innerhalb von Wundern im göttlichen Bewusstsein.

Die Bibel spricht von den „vielen Wohnungen im Königreich Gottes“. Jede dieser Wohnungen ist ein Universum in sich selbst, eine Unendlichkeit in sich selbst. Gott oder die Wahrheit ist grenzenlose und unbeschreibliche Freude. Diese Freude ist unbegrenzbares Licht und erhabene Schönheit.

In diesem wunderbaren Bewusstsein gibt es weder Tag noch Nacht. Es ist zeitlos, raumlos und vollkommen in jedem Punkt der Unendlichkeit.

Es gibt eine Unendlichkeit innerhalb der Unendlichkeit; und Unendlichkeit bleibt immer Unendlichkeit, auch wenn man eine ganze Unendlichkeit davon wegnähme.

Wenn wir die Welt vom Standpunkt dieser Unendlichkeit aus betrachten, ist sie seit ihrer Entstehung noch nicht einmal eine halbe Sekunde alt.

Das göttliche Bewusstsein ist ein ewiges Jetzt. „Es war, ist und wird immer sein“ bedeutet ein ewiges Jetzt.

Gott ist noch keine Sekunde älter geworden, seitdem die Schöpfung ins Dasein gerufen wurde.

Durch die Barmherzigkeit und Gnade Gottes habe ich diese Erfahrung gemacht und ich weiß, dass ich ein ewiges Jetzt bin. Aufgrund dieser Erfahrung ist Jesus mein Herz, Gott ist mein Herz, die Wahrheit ist mein Herz, die Liebe ist mein Herz, die ganze Kraft Gottes ist mein Herz, die ganze Freude Gottes ist mein Herz.

Gott ist der unteilbare Eine. Du kannst Ihn nennen wie du willst; es spielt keine Rolle. Er ist immer die gleiche eine unendliche Wahrheit.

Gott, das eine Selbst in allen

Der absolut reine, allvollkommene, allsehende, allleuchtende Gott kann hier und jetzt berührt werden. Er ist in deinem Herzen; Bewusstsein ist in deinem Herzen; das göttliche Selbst ist in deinem Herzen.

Du sagst: „Das ist meine Uhr.“ In dieser Aussage sind zwei Elemente enthalten: „meine“ und „Uhr”. Oder: „Mein Arm schmerzt.” „Meine Gedanken sind gut.” – In all diesen Feststellungen ist das Ich das gemeinsame Element; es ist das Subjekt, und es ist nur eines.

„Mein Körper, meine Uhr, mein Arm, meine Gedanken.” In allen ist das „mein“, also das „Ich”, enthalten; es ist das Element, das sich nicht ändert, das in allen Aussagen gleich bleibt, während das, worauf es sich bezieht, immer etwas anderes sein kann.

Es gibt das unwandelbare Subjekt, das „Ich“ sagt, und all die anderen Dinge – die Objekte.

Dieses Ich oder Mein in dir, in mir und in allen anderen ist ein und dasselbe. Es gibt nur ein universelles Ich.

Auch der Stein sagt: „Ich bin groß und hart.” Das Ich im Stein und das Ich in dir ist das gleiche Ich. Es ist das Sein, es ist das höhere Bewusstsein. Dieses Sein und Bewusstsein ist dem Stein, dem Baum und dir gemeinsam. Es gibt Millionen von Dingen, und doch ist da nur ein Ding, das „Ich” in allen Dingen.

Dieses „Ich“ ist das Gleiche in allen und nur eines.

Dieses dein „Ich” ist völlig verschieden von allem um dich herum und in dir. Wenn deine Uhr kaputtgeht, heißt das nicht, dass du auch kaputtgehst. Das Haus gehört dir; wenn es ausgeraubt wird, heißt das nicht, dass du ausgeraubt wirst. Wenn es zusammenfällt, heißt das nicht, dass auch du zusammenfällst. Wenn du dein Haus verlierst, heißt das dann, dass etwas von dir verloren gegangen ist? – Nein, nichts von dir geht verloren, selbst wenn alles, was dir gehört und sich auf dich bezieht, verloren geht.

Das Ich in dir ist unwandelbar, dauerhaft und unzerstörbar. Es kann nicht weggegeben und nicht weggenommen werden.

Dieses Ich in dir ist das, was auch in allen anderen ist.

Wenn du die Erfahrung dieses inneren, allreinen, von allem losgelösten, unzerstörbaren, unwandelbaren Ichs hast, dann hast du die Erfahrung der innersten Seele, des eigentlichen Seins aller Dinge und Wesen, und du wirst kosmisch, göttlich und vollkommen rein.

Dieses Ich, das nicht von der Schlechtigkeit oder Heiligkeit einer Person berührt werden kann, das nicht von Raum, Zeit oder dem Ursache-Wirkung-Prinzip berührt wird, dieses Ich ist der Träger der höchsten Gottheit. Dieses Ich ist voll von allschöpferischem Licht. Es ist formlos, zeitlos, namenlos, allvollkommen. Es stirbt nicht mit dem Körper. Dieses Ich, das ein einziges Überall und in allen Dingen ist, ist deine wirkliche Stärke, dein wirklicher Schatz; es ist das Königreich des Himmels.

Wenn du meditierst und das Mantra wiederholst, dann denke an dieses Ich

Es mögen tausend Leute anwesend sein, doch das Ich ist in allen das gleiche. Der Gott in ihnen allen ist der gleiche. Was spielt es für eine Rolle, dass diese Leute verschiedene Körper und verschiedene Charaktere haben, dass einige gute und andere schlechte Menschen sind? – Du hast mit all diesen vergänglichen, veränderlichen Aspekten der Dinge nichts zu tun.

Lass deine Meditation so intensiv sein, dass du alles vergisst, außer das höchste göttliche Ich allein. Dieses Ich ist das zeitlose, grenzenlose Licht, das die Universen ins Dasein gerufen hat.

Auch während du mit irgendeiner Arbeit beschäftigt bist, sollst du dir dieser großartigen göttlichen Gegenwart bewusst sein. Verrichte all deine Arbeiten in intensivem Bewusstsein der Gegenwart Gottes, dann wirst du mehr Gnade empfangen und ein erleuchteter Weiser werden.

Wenn deine Emotionen dich aus dem Gleichgewicht bringen, wenn deine Intelligenz von menschlichen Gefühlen verdunkelt wird, kannst du die Wahrheit nicht erkennen; du schadest anderen und dir selbst dadurch. Strebe deshalb immer nach Reinheit, Klarheit und Leuchtkraft der Intelligenz, lege alle menschlichen Gefühle und Gedanken beiseite und bringe das Licht, die Liebe, die Anmut und Gnade des göttlichen Ichs in dir zum Ausdruck.

Gott ist das, was wirklich ist

Diese Gottheit und dieses Königreich Gottes – existieren sie wirklich?

Anzeichen und Beweise für die Existenz Gottes finden wir überall um uns herum. Die ganze Natur vibriert mit der Gegenwart Gottes. Die Kräfte unseres Bewusstseins sind selbst der größte Beweis und Zeuge von Gottes Sein und Dasein.

Es gibt keinen Ort, an dem sich uns nicht irgendein Anzeichen der Existenz, Gegenwart und Aktivität Gottes kundgeben würde.

Propheten, Heilige, Mystiker und Weise, die Offenbarungen in den großen Schriften der Welt, die Sehnsucht nach göttlicher Vollkommenheit in unseren eigenen Herzen, die Ahnungen von Unsterblichkeit, die wir manchmal haben, die Intuitionen des Unendlichen, die uns in Augenblicken von Erhebung und Inspiration ergreifen, die Gegenwart von Leben, Licht und Liebe im Universum – all das spricht zu uns von der Existenz Gottes.

Die materielle Welt, die mentale Welt und die Welt des inneren Bewusstseins sind voll von Zeichen der Gegenwart und Existenz Gottes. Gott mag für die leiblichen Augen unsichtbar sein, aber er ist sichtbar für die geistigen Augen in uns.

Es ist ein Glaube in uns, der seine Gegenwart fühlen kann. Wir haben Intuitionen, die zu wirken beginnen und uns eine direkte Erfahrung der Gottheit gewähren können. Wir verfügen über eine Intelligenz, die in der Lage ist, das Wesen der Gottheit zu verstehen. Auch die Vernunft ist fähig, die Existenz und Allgegenwart Gottes zu erschließen.

Schönheit, Vollkommenheit und Güte – die Tatsache, dass wir diese Werte schätzen und anstreben, ist ebenso ein Beweis für das Wirken der Gegenwart Gottes in unserem Leben.

Jede Daseinsordnung verlangt nach angemessenen Instru menten, um entdeckt und erfahren werden zu können.

Eine Beschreibung der weit entfernten, geheimnisvollen Bereiche des Universums wäre unmöglich ohne starke und weitreichende Teleskope.

Ebenso brauchen wir zur Erkenntnis und Erfahrung Gottes besondere Instrumente und Fähigkeiten.

Allumfassende und intensive Liebe ist eines der Instrumente, mit deren Hilfe wir Gott erkennen können. Wachsender Glaube ist eines der Instrumente, durch die wir Gott erkennen können. Und wenn unser inneres Bewusstsein diszipliniert ist, beginnen einige der höheren Fähigkeiten, durch die wir Gott direkt erfahren können, zu wirken.

Das Angenehme und das Gute

Wie eine unterscheidende Vernunft klar erkennt, gibt es zwei Pfade: den Pfad der Sinne und sinnlichen Freuden und den Pfad geistigen Strebens und geistiger Entwicklung.

Den ersten Pfad nennt man einen weltlichen Pfad, den zweiten einen spirituellen Pfad.

Der erste Pfad ist der Pfad, auf dem sich alle Menschen schon befinden; der zweite Pfad ist der Pfad jener, die dazu erwählt worden sind, die ein reines Herz und Unterscheidungskraft besitzen.

Der erste Pfad, der Pfad des Vergnügens, führt die Menschen nach unten; es ist ein Pfad, der nur am Anfang Freude macht, aber letztlich in Sorgen, Leiden, Unglückseligkeit endet, in dem, was die Religionen als Hölle beschreiben – dorthin führt uns der Pfad der Sinnesfreuden.

Auf dem zweiten Pfad, dem Pfad des Guten, findet ein beständiger Ausdruck des Guten, des Strebens, Glaubens, der Liebe und Wahrheit statt; es ist eine Bewegung hin auf die göttliche Erfahrung.

Es gibt zwei Räume: der eine ist die Küche, der andere das Meditationszimmer.

Es ist leicht und angenehm, in der Küche zu sitzen, sich zu unterhalten und das beste Essen zu genießen; das ist das Allgemeine. Doch das trägt keine guten Früchte für dich und die Welt, und nutzt die Sinne ab. Solange du dich dieses Vergnügens erfreust, hältst du dich nicht in etwas Gutem auf und bist, dem Maß deines sinnlichen Genusses entsprechend, vom Göttlichen abgeschnitten.

Es ist schwieriger, im Meditationszimmer zu sitzen und zu meditieren, denn es ist für die Sinne nicht angenehm, es gibt nichts Sinnliches zu genießen, keine Delikatessen, aber es führt dich schließlich in das Königreich des Himmels.

Äußere Formen und Gestalten

Mit den äußerlichen Formen sollten wir uns nicht abgeben, aber umso mehr mit der inneren Essenz in diesen Formen.

Wenn du eine Nuss hast, dann wirst du nicht die Schale essen. Ob die Schale schön aussieht oder hässlich, das spielt dabei keine Rolle; du löst die Schale ab und isst die Nuss. So verhält es sich auch mit den Formen und Gestalten, die du im täglichen Leben siehst, ob es nun Menschen sind oder Dinge. Wir haben nichts mit den Menschen zu tun, mögen sie gut oder schlecht, schön oder hässlich, intelligent oder dumm sein. Wir müssen ihre äußere Erscheinung außer Acht lassen und zum Licht in ihnen vordringen; wir müssen das göttliche Bewusstsein in ihnen verehren, seine Aktivitäten bewundern und in Liebe eins mit dem göttlichen Kern in den Menschen und Dingen werden.

Die Menschen, alle Wesen und Dinge sollen für uns nicht nur Objekte der Wahrnehmung für unsere körperlichen Sinne sein; wir sollten fähig sein, sie zu lieben und zu verehren, gleich, ob sie gut oder schlecht, schön oder hässlich sind. Diese Liebe und Verehrung ist eine Angelegenheit unserer inneren Seele, nicht einfach nur unseres Körpers oder unserer Gefühle.

Versuche deshalb immer, dass du in Harmonie mit dem Gott in allen und allem bist, und mit dem, was Gott ist: Liebe, Licht, Schönheit, Anmut, Kraft, Stärke. Mit all diesen Eigenschaften verbünde dich!

Gib einem Physiker ein solides Objekt mit geschlossener Oberfläche, ein Objekt, das dir so absolut undurchdringlich und fest erscheint – zum Beispiel einen Stahlnagel. Der Physiker wird dir sagen, dass es in diesem Stahlnagel weite Räume gibt, dass der Nagel aus winzigen Atomen besteht und dass ein Atom einen Abstand zum anderen hat.

Das Gleiche gilt für den Innenraum des Atoms: auch hier sind die Abstände zwischen den einzelnen Teilchen, relativ gesehen, groß. Es ist Raum zwischen ihnen.

Raum durchdringt alles, Raum ist in allen Dingen, und alles scheint aus Raum zu bestehen, denn jedes fest erscheinende, solide Teilchen umschließt einen leeren Raum, in dem wieder andere Teilchen sind, die innen wiederum nur Raum aufzuweisen haben. Am Ende der Kette haben wir nur Raum gesehen.

Vom Standpunkt der Physik aus gesehen gibt es kein solides, festes Objekt. Da ist alles nur Raum. Und was sagt die Weisheit dazu? – Überall und in allem ist nur der gleiche Raum des unendlichen göttlichen Bewusstseins.

Wenn du nun auf den Nagel schaust, wird deine Aufmerksamkeit von der äußeren Form des Nagels gefangen genommen. Das heißt, du bist menschlich, sündig, begrenzt, deine Wahrnehmung ist falsch und unvollständig, du bist unwissend. Deshalb leidest du, bist unglücklich und ein Sklave deiner eigenen falschen Wahrnehmungen. Erlange Erkenntnis und sieh die Dinge, wie sie in sich selbst sind! In sich selbst sind sie nämlich leerer Raum – das ist eine wissenschaftliche Erkenntnis.

Die spirituelle Erfahrung stellt fest, dass der leere Raum der Wissenschaft nicht einfach nur leerer Raum, sondern erfüllt ist vom unendlichen, unsichtbaren göttlichen Bewusstsein, auch Gott genannt.

Lebe Tag und Nacht in diesem Raum und Ozean des göttlichen Bewusstseins!

Anstatt zu denken und zu fühlen: „Das ist ein Mann, das ist eine Frau“, solltest du diese Feststellung sofort verneinen und diese Person von Neuem, aber diesmal mit den Augen Gottes betrachten und dich auf ihre innere Essenz konzentrieren.

Wenn deine Beziehungen zu einer Person sich auf die äußere Persönlichkeit gründen, nicht auf ihren inneren Kern, auf ihr inneres göttliches Bewusstsein, welches das ewige Sein ist, was wird dann geschehen? – Vielleicht wird das Schicksal dich bald von dieser Person trennen oder der Tod zerstört deine Beziehung und stürzt dich in Elend und Trauer.

Wenn du jedoch immer in Einklang mit dem unvergänglichen Licht und der Liebe in jener Person bist, wenn du in Harmonie mit der namenlosen, formlosen Gottgegenwart in jener Person bist, dann kann nichts diese Beziehung zerstören, auch nicht der körperliche Tod, denn das, womit du in jener Person in Beziehung gestanden hast und immer noch stehst, ist unsterblich, ewig und unvergänglich.

Werde also weise, erwirb geistiges Wissen, baue dein Haus auf das Unvergängliche im Vergänglichen.

Schenke deine Liebe dem Unvergänglichen in anderen; und dieses Unvergängliche ist Gott.

Wenn du das tust, hilfst du tatsächlich auch diesen anderen wie deiner Schwester, deinem Bruder, deinem Freund oder sonst irgendwem. Wenn du aber denkst, dass du mit den anderen blutsverwandt bist und ihnen auf dieser Basis helfen willst, dann wirst du leiden, wirst von Sorgen verfolgt werden und wirst den anderen nicht wirklich helfen können.

Andererseits hilfst du ihnen gewaltig, wenn du das in ihnen verehrst, was unvergänglich ist. Der wahre Erhalter und Segenspender in allen ist das Ewige in ihnen. Je mehr du das Ewige in anderen siehst, desto reicher machst du dich selbst, ihn und die ganze Erde und bringst dich selbst und alle anderen der Unsterblichkeit näher.

Denke immer an diese Tatsachen der höheren Weisheit, setze dich den ganzen Tag in Verbindung mit dem unvergänglichen Licht, der ewigen Liebe und dem unendlichen Bewusstsein in allen Wesen und Dingen.

Wenn du dich mit dem Ozean des Lichts und der Liebe in Verbindung setzt, dann hast du mit der Zeit aufgrund dieser totalen Einstimmung und Identität mit dem Leben, der Liebe, dem Bewusstsein in allen Wesen und Dingen nur noch eine einzige Erfahrung: die Erfahrung Gottes.

Existiert etwas außerhalb von Gott? – Nein, nichts! Gehört dir irgendetwas außer Gott? – Nichts gehört dir!

Verankere deshalb dein Bewusstsein in der Erfahrung Gottes. Nichts existiert, nichts gehört dir. Innen und außen gibt es nur eines: Gott.

Jeder Mystiker lebt in ständiger, unzerstörbarer freudiger Ekstase und immerwährender Inspiration. Inspiration ist ein normaler Zustand seiner Gemütsverfassung. Er lebt in einem Zustand der Intuition, der Erleuchtung – diese sind Ausstrahlungen dieses Lichts der Lichter, der Wahrheit. Dieses wunderbare Licht aller Lichter ist auch in jedem von uns! Es fordert uns auf zum Tanz des Herzens, einem Tanz grenzenloser Liebe, einem Tanz der Erfahrung des Unendlichen.

Auch in der Finsternis wirkt dieses Licht Wunder. Analysieren wir einmal den Traumzustand; was passiert da? – Da ist Licht. Was für ein Licht ist das? – Es ist Bewusstseinslicht. Dieses Licht entfaltet eine wunderbare Geschichte. Alles ist darin enthalten, die ganze Schöpfung. Auch im Traum machst du deine Erfahrungen: Du isst, du arbeitest, du redest und hörst zu – auf alle möglichen Arten bist du aktiv. Wer erschafft all das, den ganzen Traum? – Es ist das Licht des Bewusstseins, das in der Finsternis des Traumzustands Welten erschafft.

Wenn du aus dem Traum des Lebens erwachst und die Finsternis der Unwissenheit hinter dir lässt, bist du ein Heiliger, ein Mystiker, ein Gottmensch – ein Gottmensch ist erfüllt von der Ekstase des Lebens! Er allein kennt die wahre Freude des Lebens, den wahren Wert und Sinn des Lebens.

Der Wert des Lebens hier auf Erden ist unendlich, weil man durch das Instrument dieses Lebens alle Schätze des Himmels erlangen kann, noch während des Lebens hier auf der Erde. Wir können das Wasser des ewigen Lebens genießen. Christus gibt es uns. Wer ist Christus? Er ist das Licht in dir, das ewige Licht – Surya. Mit Hilfe diese Lichts überwinden wir alles, besiegen wir alles: jede Art von Sklaverei, Unglück, Krankheit, Tod und erlangen dafür jede Art von Freiheit, unendliche, wahre Freiheit.

Ich feiere jeden Augenblick ein Fest des Lichts

Das ist mein tägliches Brot. Ich bin immer in Ekstase. Keine Umstände und Zustände können meine grenzenlose Freude, meinen inneren Frieden berühren oder herunterziehen.

Es gibt kein schlechtes Schicksal für mich.

Die Leute denken vielleicht, dass ich leide und reden untereinander, wie schlecht es mir geht; aber das ist ihre Meinung, ihre Erfahrung, ihre Vorstellung, ihre dunkle Welt, ihre Welt der Unwissenheit.

In meiner Erfahrung gibt es nur ein grenzenloses Leben, eine grenzenlose Liebe, eine grenzenlose Freude, einen grenzenlosen Frieden und grenzenlose Schönheit. Dieses Licht Gottes ist meine Intelligenz, mein Herz, mein Sein, mein Charakter, mein Wesen und meine tägliche Nahrung.

Gotterfahrung

In dem Augenblick, in dem wir Gott als die eine, großartige und große Wirklichkeit erfahren – eine Wirklichkeit, die Intelligenz, Bewusstsein, Liebe, Licht, Schönheit, Glückseligkeit, Gnade, Vollkommenheit, unendliche Kraft und unendliches Leben ist, sind wir so vollkommen glücklich, so erleuchtet, so tief in dieser Wahrheit verankert, dass wir rückblickend unser altes Leben nur für einen verrückten Traum halten können; wir sehen, wie dumm wir waren, uns an dieses Leben zu klammern.

Und wir fangen an zu lachen; wir lachen über das, was wir besitzen, über unsere Autos, unser Geld, unseren Luxus, unsere soziale Stellung und unseren Ruhm. All das erscheint uns jetzt als große Dummheit, als wertloses Zeug. Wir sehen, dass dieses ganze materielle Leben und seine alte Herrlichkeit eine Illusion sind, ein Traum und eine Täuschung. Wir lachen im Gefühl unserer unendlichen Freiheit.

Wir sind voller Freude und verstehen, dass die großen Heiligen und Weisen absolut Recht hatten, wenn sie die Welt als Illusion, als Täuschung, als Produkt der Unwissenheit hingestellt haben.

Wenn ein gewöhnlicher Mensch liest, dass die Welt und das Leben nur Illusionen seien, dann ist er zunächst einmal schockiert. Er kann es nicht glauben und denkt, dass Leute, die so etwas behaupten, verrückt sein müssen und eine gefährliche Philosophie in die Welt setzen.

Doch ist dies keine verrückte Philosophie, sondern eine Tatsache, wie uns die Erfahrung der Wahrheit zeigt.

Der Gedanke ist die größte Macht der Welt

Ein konstruktiver Gedanke verwandelt, erneuert und erschafft. Ein verwirrender wahnsinniger Gedanke löst auf, schadet der Umgebung und wirkt auch schädigend auf den, der ihn denkt. Positives Denken verjüngt und verleiht Kraft und Macht. Negatives Denken verkrüppelt die Persönlichkeit, erstickt deren Bemühungen und tötet die Initiative. Reine Gedanken heben den Menschen bis zur Göttlichkeit empor; unreine Gedanken verpesten die ganze Atmosphäre.

Der Gedanke ist die Urkraft hinter aller Schöpfung, die Ursache der ganzen Erscheinungswelt in Form eines einzigen im kosmischen Geist oder der kosmischen Vernunft entstandenen Gedankens.

Dieser erste Gedanke manifestiert sich als Schwingung, ein Impuls, der aus der ewigen Stille der göttlichen Essenz hervorgeht. Diese Schwingung hat nichts mit den raschen Schwingungsraten physikalischer Partikel zu tun. Sie ist unendlich viel zarter und feiner und so subtil, dass ein normales Mentalorgan – ein durchschnittliches Gemüt – sie nicht registriert.

Der Gedanke ist feine Materie und besitzt Gewicht, Form, Größe, Farbe, Qualität und Kraft. Ein geistiger Gedanke ist gelb. Ein mit Zorn und Hass beladener Gedanke ist dunkelrot. Ein selbstsüchtiger Gedanke ist braun. Gedanken sind schöpferische Kräfte, die gegenseitig ausgetauscht werden können. Wer mit Gedankenkraft arbeiten kann, vermag Wunder zu wirken. Die Gedankenwelt ist – relativ gesehen – wirklicher als dieses physische Weltall. Ein Gedanke ist so solid wie ein Steinblock. Der Mensch stirbt, doch seine Gedanken überleben ihn. Menschen mit starken Gedanken können mit Leichtigkeit andere beeinflussen, die gedanklich schwächer sind.

Der Gedanke wirkt ansteckend; er verlässt das Hirn eines Menschen, dringt in anderer Menschen Organe ein und beeinflusst sie, selbst dann wenn diese Menschen in weiter Entfernung leben. Frohe Gedanken wecken eine frohe Stimmung in anderen.

Böse Gedanken haben keine lange Lebenszeit, denn sie ruinieren sich selbst. Ein edler Gedanke siegt immer wieder über einen schlechten Gedanken; er zirkuliert immer schneller als jede elektromagnetische Kraft.

Manas, die mentale Kraft, ist feiner als Äther, feiner als das Medium der Elektrizität. Das Gemüt ist wie ein drahtloser Sender. Ein Heiliger, der im Gleichgewicht und voller Frieden ist, sendet geistige Wellen der Harmonie in die Welt. Diese zirkulieren blitzschnell in alle Richtungen, dringen ins Gemüt Tausender ein und wecken in ihnen wieder ähnliche Gedanken der Harmonie und des Friedens.

Wer in irgendeiner einsamen Höhle des Himalayas sich innerlich zu reinigen bemüht, reinigt die Welt im Großen. Niemand kann verhindern, dass seine reinen Gedanken hinausdringen und auf diejenigen übergehen, die nach ihnen verlangen, und diese wiederum werden, ihrer eigenen Fähigkeit entsprechend, ähnliche Gedanken aussenden, so dass – ohne ihr Wissen – viele starke Kräfte zusammenwirken und die niedrigen Gedanken selbstsüchtiger und böser Menschen vernichten.

Licht

Innerlich sind wir eins mit dem Licht aller Lichter. Warum sage ich „innerlich“? – Weil innen die Quelle unseres Lebens, unserer Existenz ist.

Unsere Gedanken und Gefühle sind äußerlicher Natur. Wir können unsere Gedanken und Gefühle beobachten; wir können mit unseren Gedanken spielen, sie wie Dinge nehmen und wegwerfen. Gedanken und Gefühle sind deshalb äußerliche Dinge!

Es gibt aber ein innerliches Licht jenseits aller Ereignisse, aller Erfahrungen, aller Zustände, aller Gedanken, Gefühle und Träume. Träume kommen und gehen – dieses Licht bleibt.

Es ist ein fantastisches Licht. Wie herrlich ist doch dieses Licht! Es ist heller als Millionen Sonnen. So hell ist die Wahrheit. Und das ist unser Wesen!

Es ist ein wunderbares Licht, ein kühles Licht, das nichts verbrennt. Es ist schöpferisches Bewusstsein.

Von diesem Licht kommen alle Mantras, alle Töne, alle Laute. Von diesem Licht kommen alle Farben, alles Leben, alle Universen; und alle Universen werden auch von diesem Licht erhalten, später wieder in ihm aufgelöst.

Dieses Licht ist alles – ein einziges Sein und Bewusstsein!

Wir sollen dieses Licht anerkennen, indem wir unser geistiges Wesen entfalten, alle Schranken sprengen und uns durch dieses Licht befreien.

Dieses Licht ist die Wahrheit. Es gibt viele Namen, die dieses Licht beschreiben: Christus, Shiva, Narayana, Lakshmi und viele mehr. Alle diese Namen beschreiben dieses Licht oder stehen symbolisch für es.

Jede Zelle unseres Körpers ist erfüllt mit Licht. Wo Licht ist, ist auch Intelligenz, und wo Intelligenz ist, ist auch Aktivität, Arbeit, Ausdruck, Selbstentfaltung.

Jeder Ton, jedes Mantra, jeder Laut, jede Strahlung ist eine Lichtschwingung. Und diese Lichtschwingungen sind Intelligenz. Bewusstsein ist die Grundlage allen Lichts, aller schöpferischen Kräfte, allen Daseins, aller Lebewesen, aller Universen.

Die Vollkommenheit Gottes ist unsere Kraft. Wir sind im inneren Licht so vollkommen wie Gott selbst. Gott und das innere Licht in uns sind ein und dasselbe. Es gibt nur eine Vollkommenheit, und die ist allumfassend, auch wenn wir das noch nicht erkennen. Deshalb, weil dies so ist, sollen wir diese Vollkommenheit entfalten und in unserem täglichen Leben zum Ausdruck kommen lassen.

In der Art, wie ein Mensch normalerweise seinen Körper erfährt, sich total mit ihm identifiziert und in den Empfindungen des Körpers aufgeht, so geht der Gottliebende im Licht Gottes auf und verweilt darin. Er zieht sein Bewusstsein vom Körper und den äußeren Dingen zurück und lässt es ins Licht Gottes hineinsinken und darin aufgehen. Sein Herz pocht mit der schöpferischen Kraft des göttlichen Bewusstseins. Es ist ein Fest, eine unvorstellbare Freude.

Das Bewusstsein hat zahllose Augen. Es braucht keine Hilfsmittel wie die körperlichen Augen, um zu sehen. Dieses Licht in uns ist eine allsehende und allhörende Intelligenz. Es braucht keine äußere Welt, es braucht kein Universum, es braucht nichts außerhalb seiner selbst, und es gibt auch nichts außerhalb seiner selbst. Es ist allvollkommen und von allem unabhängig.

In diesem Licht nur finden wir wahre Freiheit, und seine Botschaft ist eine Botschaft der Freiheit, der Unsterblichkeit, der vollkommenen Freude, der Freude des Reichs Gottes.

Das Licht in uns siegt immer. Aber wir müssen unsere Beziehungen zu diesem Licht pflegen und dieses Licht auszudrücken versuchen, es ins tägliche Leben mit hineinnehmen und dort anwenden. Wir müssen einen Sieg über die ganze äußere und innere Natur erringen, über das Unterbewusste in uns, über die objektive Welt außerhalb von uns, über das Raumzeit-Universum außen und das Raumzeit-Universum innen.

Hier ist eine wunderbare Botschaft, eine heitere, freudige, glückbringende Botschaft – die Botschaft des Lichts: Wir sind unsterblich. Wir sind Kinder des Königs der Könige, Kinder Gottes, Kinder des ewigen, unsterblichen Lichts! In uns fließt königliches Blut, wir sind mit Gott verwandt, ewig verwandt! Niemand kann uns von Gott trennen, niemand kann uns unseres Erbes berauben, dieses Erbes, mit dem wir geboren sind. Es ist unser Geburtsrecht, unsere Erbschaft, die wir von Gott verlangen können, damit wir hier auf Erden Unsterblichkeit, vollkommene Freude und die wahre Ekstase des Lebens genießen können.

Das Licht wird uns zu diesem Sieg verhelfen! OM

Das ist die Botschaft des Lichts, die Botschaft des Meisters!

Wir alle sind Kinder des einen
unendlichen göttlichen Prinzips

Wir sind Ausdrucksformen des einen göttlichen Seins. Unsere Schwächen, unser Versagen, unsere Irrtümer sind etwas Äußerliches, zeitweiliger Natur im Vergleich zum „Größeren in uns“, wie der heilige Johannes es bezeichnet.

Dieses größere Prinzip in uns ist das Unendliche, ist Christus, die Wahrheit, die war, ist und immer sein wird. Und diese Wahrheit ist voll Qualitäten, voll endloser Fähigkeiten, Kräfte und Möglichkeiten, voll der unbegrenzten zeitlosen Intelligenz, die alle Universen erschafft.

Christi Geburt in unserem Herzen bedeutet, dass Güte, Weisheit und Liebe darin geboren werden. Wir können im Alltag eine praktische, eine philosophische oder auch mystische Haltung einnehmen und dementsprechend ein praktisches, auf dynamisches Wirken eingestelltes Bewusstsein pflegen oder auch ein Bewusstsein, das die Dinge theoretisch-philosophisch betrachtet.

Das mystische Bewusstsein besteht im Gewahrwerden der einen und gleichen Wirklichkeit in allen Dingen. Du bemühst dich, die Wirklichkeit in den vergänglichen Formen zu erkennen und fragst dich angesichts eines Baums, was wohl übrig bleibt, wenn Form und Name wegfallen.

Namen lassen sich ändern und Formen fallen dahin; wer aber hinter Name und Form die eine göttliche Wirklichkeit entdeckt und sieht, dass das eigene innere Wesen eins ist mit dieser einen göttlichen Wirklichkeit, der lebt im mystischen Bewusstsein.

Wir leben nicht in einem toten Universum, sondern im lebendigen Körper der allwissenden göttlichen Intelligenz.

Was jemand hervorbringt, ist weniger als er selbst. Die Person ist mehr als ihr Handeln und wirklicher als ihre äußere Erscheinung. Sie ist unendlich mehr als alle Worte und Welten.

Worte und Handlungen kommen und gehen, während ihr Urheber bleibt. Welten kommen und gehen, während der Schöpfer bleibt.

Ehe die Welt bestand, war eine andere und noch eine, usw. Welten entstehen und vergehen. Der sie ins Dasein rief, ist unendlich größer und wirklicher als alle Welten. Gott ist überall. Mit ihm versucht der geistige Mensch Kontakt herzustellen. Doch bemerkt er Gottes Gegenwart nicht, solange er nicht innerlich vollkommen ruhig und friedlich ist.

Wahrer Friede ist ein innerer Bewusstseinszustand, bei dem äußerer Lärm keine Rolle mehr spielt. Andere Formen des Friedens sind Täuschung und weichen nur allzuleicht neuem Unfrieden, denn das Wesen des Menschen ist ruhelos und friedlos. Sein Herz ist krank vor Unruhe, er findet keinen wahren Frieden, und wohnte er am friedlichsten Ort der Welt.

Schwierigkeiten sind ganz natürlich im menschlichen Leben

Du kannst dir Schwierigkeiten nicht fernhalten, auch wenn du eine Million Franken dafür ausgeben würdest. Da helfen weder Tonika und Stärkungsmittel noch Spritzen und Tabletten. Der Ausweg liegt darin, ein Licht im Herzen zu entzünden, ein Licht des Glaubens, der Liebe, des Verstehens, so dass man mit Gott in fester Verbindung ist und sich in seinem Schutz weiß.

Die einzige Möglichkeit, das Unheil im Leben zu überwinden, liegt darin, sich Gottes Güte und Schutz anzuvertrauen. Das schenkt Hoffnung auf Befreiung und öffnet dem Segen Gottes die Tür, so dass mehr Harmonie, Frieden, Kraft, Weisheit und Freude in dein Leben einkehren und Trauer, Elend und Jammer verschwinden.

Geistiges Leben bedeutet, das menschliche Gemüt mit seinen Tücken aufzulösen und nur noch mit Gottes Augen zu schauen. Die gleichen äußeren Bedingungen werden von einem Menschen des Gottbewusstseins ganz anders erfahren als von der Allgemeinheit. Für ihn wird überall das eine und gleiche Bewusstsein Gottes sichtbar. Kein Urteilen und Fragen, kein Reagieren und Beleidigtsein mehr.

Nur im Unbegrenzten, in dem alles zugleich beschlossen und transzendiert ist, gibt es wahre Freude, Freiheit und Vollkommenheit. Jede Macht hat eine andere, noch größere gegen sich. Nur im größten, höchsten, letzten absoluten Einen ohne ein Zweites herrscht wahre Freude.

Darum denkt der geistig Strebende immer ans Unbegrenzte, Absolute, Unendliche, ans grenzenlose Licht, die absolute Liebe, die absolute Schönheit, den absoluten Reichtum, die absolute Macht. So überschreitet er alles, was seine innere Erfahrung einst begrenzte. Deshalb ist er ein Befreiter, während er noch auf Erden weilt.

Nichts ist ein größerer Schatz als die Erkenntnis der Wahrheit

Die Wahrheit ist es, die einen Menschen unsterblich werden lässt und den Menschen befähigt, sich über alle Reichtümer der Welt zu erheben.

Aller Reichtum vergeht und kann Probleme mit sich bringen. Der wahre Reichtum hingegen ist eine Quelle unendlicher Freude, unzerstörbar, ewig und unerschöpflich. Materieller Reichtum hat bald einmal ein Ende.

Der geistige Mensch ist reich im Geist und stellt einen Wert in sich selbst dar. Seine Freude ist das ständige Empfinden des Göttlichen.

Wo das Eine ist,

da ist Wahrheit

Wo zwei und mehrere Dinge sind, kann die Wahrheit nicht bestehen. Die Wahrheit ist das Eine, und der beste Weg, dieses Eine zu erkennen, besteht darin, alles auf das Eine zurückzuführen. Wenn du zwei oder mehr Dinge erlebst, kennst du die Wahrheit nicht. Darum heißt es in der Bibel: „Lass dein Auge einfältig sein!“

Der Mensch ist das Saatkorn des Himmels; denn als Gott den Menschen schuf, hat Er sein ganzes Sein ins Innerste des Menschen hineingelegt. Sein innerstes Wesen ist vom Bild des Göttlichen erfüllt und enthält alle Wunder.

Die höchste Wirklichkeit und das menschliche Element, sie beide wohnen zusammen im inneren Herzen des Menschen. Das Absolute und das Individuelle, beide gehören zur Konstitution des Menschen.

Alle Welt weiß, dass Gutes und Schlechtes, Niederes und Höheres, Glück und Unglück im Menschen ihren Platz haben; aber die Welt weiß nicht, dass da im Menschen nicht nur das individuelle Ich ist mit seinen Unvollkommenheiten und seiner Unwissenheit, sondern auch das Göttliche als unendliche, allvollkommene, allwunderbare, allwissende Wirklichkeit.

Gott und Mensch wohnen im menschlichen Individuum zusammen. Es gibt keinen Menschen, in dem das Göttliche nicht wohnen würde. Sein göttlicher Teil braucht nicht erst Vollkommenheit zu erreichen, er ist schon allvollkommen, ewig vollkommen, eine ungeborene Wirklichkeit, die todlose Wahrheit, ewig sich gleichbleibend, obwohl sie unzählige Wunder in sich ermöglicht.

Das reine Herz gewinnt von selbst Einblick in diese Wahrheit. Der Mensch ist nur deshalb Mensch, weil er das Göttliche, das in ihm wohnt, noch nicht entdeckt hat.

Das Mantra ist allwissend

Das Mantra ist der Atem des Göttlichen. Es ist der Körper des Göttlichen. Es ist die Substanz des Göttlichen. Es ist das Herz des Göttlichen. Es ist das Göttliche selbst.

Jedes Mal, wenn du das Mantra wiederholst, wird das Göttliche berührt und wendet dir seine Aufmerksamkeit zu.

Das Göttliche wird dich beobachten, wird bei dir stehen, kann dich nicht verlassen, solange du das Mantra wiederholst. Erkenne diese Wunder, diese wissenschaftlichen Tatsachen, die Tatsachen der Erfahrung. Das sind Erfahrungen nicht nur von einem, sondern von Tausenden von Heiligen.

Mit dem Göttlichen intensiv im Bewusstsein verankert, wiederhole das Mantra.

Sei dir zutiefst der Gegenwart des Göttlichen bewusst. Wisse, dass das Göttliche ein ewiges Jetzt ist, das nie altert.

Über diese immer gleiche, wunderbare Gottheit sollst du in deiner Meditation immer wieder nachdenken, und zwar tausend Mal, zehntausend Mal, Millionen Mal, bis dein Bewusstsein im zeitlosen göttlichen Bewusstsein ruht, was heißt, dass du den Tod, die Idee der Zeit und all die Zerstörung, die mit der Zeit einhergeht, überwunden hast.

Du weißt dann, dass du der zeitlose Geist in einem sterblichen Körper bist, einem Körper, mit dem du nichts zu tun hast, einem Körper, der anders ist als du selbst. Du hast die Erkenntnis der Unvergänglichkeit, der Unsterblichkeit und Unzerstörbarkeit gewonnen.

Die beständige Liebe zur zeitlosen göttlichen Wirklichkeit, zur ewigen, unendlichen Wirklichkeit löscht die menschlichen Begrenzungen aus. Dann lebst du in der immerwährenden Erkenntnis des Unendlichen und erfreust dich am Unsterblichen und Unvergänglichen – das ist Befreiung zu Lebzeiten.

Der Weg zu Gott liegt in der Entwicklung eines

gottähnlichen Wesens

Etwas in unserem Herzen sollte immer in Harmonie mit der Gegenwart Gottes sein.

Das körperliche Herz pulsiert ohne Unterbrechung; genauso sollte unser Herz der Hingabe ununterbrochen mit dem Namen Gottes, der Gegenwart Gottes, der Herrlichkeit Gottes schlagen.

Die meisten christlichen Heiligen haben diese Technik angewandt, etwas in ihrer Seele hat alle vierundzwanzig Stunden des Tages lang „Herr, Herr“ oder „Gott, Gott“ gesagt.

Mit jeder Wiederholung ist ihr Leben an Reinheit, Kraft, an Reichtum moralischer und spiritueller Eigenschaften gewachsen.

Ein Herz, das beständig „Gott, Gott“ sagt und über die unmittelbare Gegenwart, Gnade und Vollkommenheit Gottes nachsinnt, so ein Herz kann nicht egoistisch und selbstsüchtig sein, es kann sich nicht mit lächerlichen Angelegenheiten beschäftigen, es kann nichts anderes wollen als Gutes und Edles; es kann nicht anders als alle lieben.

Ein solches Herz ist selbstbeherrscht, frei, beschützt, und es wird immer leuchtender, seine Liebe entfaltet sich und seine geistige Kraft wird immer stärker.

Das ist ein kurzer Weg, ein leichter Weg.

Das innere Herz kann immer mit dem Namen Gottes schlagen, auch wenn wir äußerlich sehr beschäftigt sind.

Das beständige Pochen des inneren Herzens mit dem Namen Gottes stimmt uns langsam auf Gottes Vollkommenheit ein, wir werden freier, furchtloser, friedlicher, gesegneter und erfolgreicher.

Wir werden zu einem Segen für uns selbst und die Welt. Diese Technik ist ein Kanal, durch den das Königreich Gottes und seine Vollkommenheiten in unser Leben einfließen.

Analysiere dein Leben

Finde die Quelle der Unwissenheit und finde heraus, bei welchen Gelegenheiten und wie oft du ihr Opfer wirst. Entferne gnadenlos alles aus deinem Charakter, was dich hindert, dich dem Göttlichen zu nahen. Stärke deine Hingabe und deinen Glauben. Vermehre deine Reinheit und Selbstlosigkeit.

Lebe, um der Welt etwas zu geben. Lebe, um zu geben, zu dienen und zu opfern. Verzichte auf unnötigen Luxus. Gestalte dein Leben in aller Einfachheit und versorge dich nur mit dem Nötigsten. Alles Zuviel wird zum Hindernis auf dem Pfad.

Wenn das Göttliche nicht deine Freude ist, dann suchst du in neuen, glänzenden Dingen und allem möglichen Vergnügen deine Freude.

Wenn das Göttliche nicht deine Stärke ist, dann suchst du bei Vater, Mutter oder einem Freund Kraft und Stärke. Wenn aber diese Leute dich wegstoßen oder sterben, ist alles verloren.

Das Göttliche ist die einzige Wirklichkeit.

Es ist die einzige Freude, die einzige Essenz. Alles andere ist ein Traum oder wie ein Film, der auf die Leinwand projiziert wird. Kein Schmerz ist ein Schmerz; keine Freude ist eine Freude; nichts, was wir für wirklich halten, ist Wirklichkeit. Das Göttliche allein ist wunderbar, wirklich, erhaben.

Halte dich ans Göttliche, sei unberührt und unbeeinflusst von der Welt rings um dich.

Bitte das Göttliche, in deinen Augen, in deinem Gesicht, in deinem Herzen, in deinem Willen anwesend zu sein und dein ganzes Wesen mit seiner Gegenwart zu durchfluten.

Du bist nicht die Gedanken und Gefühle, die in dir aufsteigen, auch nicht die Probleme, die dein Leben überschatten. Du bist etwas anderes als die Probleme, etwas anderes als der Körper, etwas anderes als dein Leiden und dein Vergnügen, du bist etwas, das über allem anderen steht.

Du bist anders als der Tod. Du kannst den Tod beobachten. Du kannst über dem Tod stehen, den Tod überwinden.

Du bist das Licht des Bewusstseins. Dieses Licht kann nicht zerstört werden, es kann nicht begrenzt werden; es hat den reichsten Gehalt in sich und kann alles aus sich hervorbringen.

So groß ist deine Herrlichkeit in Gott.

Das Wissen, dass du eine unzerstörbare Seele bist, dass du ewiges Leben bist, dass du ein unvergängliches Sein bist, verwandelt dich vollständig, und macht dich zum Meister über den Tod.

Es gibt niemanden auf dieser Erde, der nicht ein Opfer des Todes wäre, der den Tod nicht fürchten würde. Doch hier ist einer, der den Tod nicht fürchtet, der den Tod überwunden hat. Wie hat er das geschafft? – Indem er in der Weisheit Gottes lebte und lebt, hat er den Tod besiegt.

Lebe in Gott, und du wirst ein neuer Mensch. All deine Ängste und Sorgen hängen damit zusammen, dass du einen materiellen Körper hast, der vergänglich ist, der dich Schmerzen und Sorgen, Alter, Krankheit und Tod aussetzt.

Indem du in der Weisheit Gottes lebst, überwindest du die Begrenzungen deines menschlichen Wesens. Deine ganze Psychologie verändert sich dadurch. Andere, neue Gedanken steigen in dir auf.

Du denkst von nun an in Begriffen des Ewigen, des Unvergänglichen, des Unsterblichen, in Begriffen der Weisheit Gottes, der deine innerste Seele, das Bewusstsein deines Bewusstseins, das Sein deines Seins ist.

Du bist von Frieden erfüllt. Nichts kann dich erschüttern. Nichts kann dich angreifen oder zu Tränen bewegen. Obwohl du den Umständen des Lebens ausgesetzt bist, lebst du schon in der Weisheit Gottes.

Du kannst in der Weisheit Gottes leben. Du kannst das unsterbliche Leben erfahren. Du kannst dem Tod in Ruhe und Gelassenheit ins Gesicht sehen. Und du kannst den Tod überwinden, dich als unsterblich erkennen.

Du kannst deinen Körper verändern, und durch den bloßen Wunsch kannst du einen anderen Körper annehmen.

Oder du kannst als körperloses Wesen leben. Dein Geist hat endlose Möglichkeiten. Du bist unsterblich. Du lebst nicht vom Brot; es ist der Körper, der sich vom Brot ernährt. Du wirst von innen her erhalten, vom Geist. Du bist ewig, du bist vollkommen erfüllt, du enthältst alles in dir selbst, du bist allvollkommen.

Das ist die Art deines inneren Wesens in Gott. Wenn du in Gott lebst, erfährst du dies alles.

Du bist kein Tier mehr, kein menschliches Wesen, sondern eine neue Persönlichkeit, eine neues Wesen, ein neues Sein.

Kein Tier kennt den Frieden, der das Verstehen übersteigt. Aber du kannst diese Erkenntnis erwerben. Kein Tier kann in Begriffen des Unendlichen und Absoluten denken. Kein Tier kann die Welt mit den Augen Gottes betrachten und Gott überall sehen. Aber du kannst es! Du bist nicht dazu verdammt, für immer das Naturwesen Mensch und damit Teil des Tierreichs zu bleiben. Du kannst deine Begrenzungen überschreiten.

Sobald du in Gott bist, hast du alle Begrenzungen hinter dir gelassen.

In Gott gibt es keinen Schmerz und keinen Tod. Da gibt es nur immerwährende Freude, immerwährendes Leben, immerwährenden Frieden, immerwährende Schönheit.

Die Schönheit, die du jetzt sehen kannst, verwelkt. Schönheit liegt in der Weisheit Gottes. Es ist das Wesen der Seele. Das innerste Sein in dir, das Bildnis Gottes in dir ist die Schönheit der Schönheiten, die immerwährende Schönheit, die allvollkommene Schönheit.

Du erfährst diese Schönheit, wenn du in der Weisheit Gottes lebst. Jeder Mensch hat die Fähigkeit, in der Weisheit Gottes zu leben.

Wirkliche Größe liegt in der Erkenntnis Gottes, in einem Leben in der Weisheit Gottes.

Ein Mensch, der die ganze Welt beherrscht, aber nicht gelernt hat, sich selbst, seine Sinne und sein Gemüt zu beherrschen, ist nicht besser dran als irgendein Tier im weiten Reich der Natur.

Im Bewusstsein Gottes in uns liegt unsere wahre Stärke, unser wahrer Friede, unser wahres Glück, unser wahrer Reichtum.

Kannst du dir die Wunder des Gottbewusstseins vorstellen? Kannst du dir das Wesen dieses unendlichen Lichts und Bewusstseins vorstellen, das all diese Universen um uns herum erschaffen hat?

Es gibt ein göttliches Ich-Bewusstsein in dir. Dieses Bewusstsein kann den Tod deines Körpers beobachten. Es gibt ein Bewusstsein in dir, das nicht mit dem Tod des physischen Körpers stirbt, das nicht schläft, wenn alles in dir in Schlaf versunken ist, ein Bewusstsein, das deine gedanklichen Aktivitäten beobachtet und dir sagt, welcher Art deine Gedanken sind.

Es ist dieses göttliche Bewusstsein in dir, welches das Königreich des Himmels ist. Und dieses Bewusstsein ist in uns allen.

Endlose Vollkommenheit ist unser unmittelbares Ziel, endlose Freude ist unser Recht, und das endlose, unendliche Licht des Göttlichen ist, was wir jetzt brauchen.

Was ich sage, ist Ausdruck meiner Erfahrung, und wenn du dich der göttlichen Vollkommenheit näherst, wird deine Intelligenz leuchtender und alles in deinem Leben gelingt wie von selbst, alles Gute fällt dir zu, Gottes Kraft und Macht ist in Harmonie mit deinem ganzen Leben und wirkt zu deinem Wohlergehen. Dein Friede wird beständig, dein Glück verlässt dich nicht mehr, deine Kraft und deine Energie werden unerschöpflich, und all jene höheren Kräfte, die dem gewöhnlichen Menschen unwirklich erscheinen, beginnen in deinem Leben zu wirken.

Du wirst eingeführt in eine völlig andere Welt, während du noch in dieser Welt lebst; und diese andere Welt ist das Königreich Gottes.

Das göttliche Bewusstsein erhält das Universum

Dieses Universum ist wie ein Nichts im weiten Raum des unendlichen Bewusstseins Gottes. Es ist ein kleines Staubkorn. In diesem Staubkorn, welches das Universum ist, lebt der Mensch mit seinem geringen und begrenzten Wissen auf einem noch winzigeren Staubkorn, der Erde, und kämpft rastlos um sein Glück, das er jedes Mal wieder verfehlt.

Er gibt sich große Mühe, endlich Frieden zu finden, aber findet ihn nirgends. Er stapelt Geld auf der Bank und Atombomben in Bunkern, und doch zerrinnt ihm jede Kraft und Macht zwischen den Fingern.

Unermüdlich vermehrt er die Zahl der Bücher in seiner Bibliothek, und obwohl er Tag und Nacht liest und studiert, ist er doch von wahrem Wissen und wirklicher Weisheit noch weit entfernt.

Der Mensch stopft seinen Körper mit Drogen aller Art voll, nimmt Stärkungsmittel und Vita mine zu sich und genießt feine Speisen. Und doch mangelt es ihm an angemessener Gesundheit und er ist nicht in der Lage, den Tod zu überwinden. Er hat tausend Probleme und überall liegt er in Ketten. Alles an ihm ist begrenzt: sein Wissen, sein Leben, sein Denken, seine Liebe, seine Macht und Kraft; er ist voller Ängste und schlimmster Befürchtungen.

Sobald er sich aber Gottes bewusst ist, verschwinden all seine Probleme, er hat endlosen Frieden, endlose Freude, endlose Kraft, und die Welt wird sein Eigen sein.

Es kann keine Glücklosigkeit

bestehen, wo Weisheit herrscht

Weisheit ist Glück. Es gibt keinen Mangel, kein unerfülltes Verlangen, keine Armut, kein Ungenügen solange göttliche Liebe in deinem Herzen wohnt, denn Liebe ist Fülle und Gedeihen.

Liebe steht in innigster Beziehung zur Wahrheit, und diese ist unerschöpflich an Frieden und Freude. Wo Liebe ist, ist auch Fülle, Weisheit und Glück. Wo Weisheit ist, herrscht das Glück. Wo Güte ist, herrschen Freude, Segen und unsterbliches Leben.

Unsterbliches Leben und göttliche Güte sind ein und dasselbe. Menschliche Güte ist begrenzt und muss notgedrungen oft versagen. Indem du menschliche Güte immer mehr entfaltest, wächst du allmählich über sie hinaus und erlangst göttliche Liebe und Güte, die ein wahrer Segen und wahre Freude sind.

Der Weg der geistigen Entwicklung ist der Weg der Vernunft, der Weg der Analyse und des Verstehens, weshalb die besten Aussagen der großen Religionen in Bitten um Erleuchtung bestehen, denn der Pfad der geistigen Entwicklung ist der Weg der Vernunft und Intelligenz.

Auch dann, wenn Gefühl miteingesetzt wird, geschieht das, um der Erleuchtung des Verstandes näherzukommen. Gefühl soll unter Führung einer sich zunehmend erleuchteten Intelligenz zur göttlichen Hingabe werden.

„Wer bin ich?“

Bevor ich geboren wurde, war ich. Nachdem ich gestorben bin, werde ich sein. Ein zeitloses Wesen kam aus der zeitlosen Ewigkeit in die Zeit-Ewigkeit. Die Zeit ward geformt, und die Zeit wird wieder aufgelöst werden. Doch ich bleibe, was ich immer war: ein Wesen mit Tiefen ohne Anfang, mit Höhen ohne Ende.

Gott ist mein Lebensatem

Ich lebe im Bewusstsein Gottes. Dieser Umstand gibt mir gewaltige Kraft. Er ist auch das Geheimnis meiner Unsterblichkeit. Es ist das Gottbewusstsein, welches das Geheimnis meiner vollkommenen und absoluten Furchtlosigkeit unter allen Umständen und zu allen Zeiten ist.

Dieses Gottbewusstsein ist die Grundlage meines Friedens und meiner Freude, und aus diesem Grund bin ich nicht an äußerlichen Dingen interessiert.

Swami

Man muss den Vorschriften des Meisters folgen.

Welche Vorschriften sind das?

Ich bin kein Meister, so wie die Welt es meint. Ich versuche nur, der Gottheit zu gestatten, ihren Willen durch mich auszudrücken. Da ich keinen eigenen Willen und keine eigenen Absichten habe, ist der göttliche Wille mein Wille geworden, und das göttliche Wirken mein Wirken.

Insofern es sich so verhält, sind die Anweisungen und Vorschriften der Bibel oder die Regeln und Vorschriften des Sanatana Dharma meine Vorschriften und Anweisungen.

Wenn du also der Bibel oder den heiligen Schriften des Hinduismus folgst, folgst du den Worten des Meisters. Wenn du versuchst, gut zu sein, wenn du deine eigene Weisheit entwickelst und erweiterst, wenn du Willenskraft entwickelst, wenn deine Nähe zu Gott täglich spürbarer wird, dann folgst du sicher meinen Regeln und Vorschriften.

Alles, was dich zu größerer Güte, Reinheit, Kraft, zu größerem Frieden und innerer Stärke und zur Gotterfahrung führen kann, kannst du als meine Vorschrift betrachten.

Ich habe kein Gefühl für Dualität. Das Gefühl, dass etwas mir gehört, existiert nicht.

Der springende Punkt ist, dass ich nur der Gottheit erlaube, durch mich zu wirken. Und weil du Kontakt mit mir aufgenommen hast, liegt die Verantwortung, dich zur unendlichen Vollkommenheit zu führen, nun in den Händen des Göttlichen.

Weil du durch mich zum Göttlichen Kontakt aufgenommen hast, kann es sein, dass dein Kontakt mit mir sogar noch im nächsten Leben fortgesetzt wird – denn die Gottheit reproduziert mich immer wieder!

Was ist dem Willen der allwissenden, allbarmherzigen und unendlichen Gottheit heilig und lieb? – Es ist dein Glück, dein Wohlergehen, dein Frieden, dein Gedeihen, deine Entwicklung, dein Wachstum und deine Rückkehr ins Königreich des Himmels.

Für all das ist die Gottheit verantwortlich, und deshalb ich.

Ich diene dir nicht mit der Kraft meines persönlichen Willens oder der eines persönlichen Individuums; ich versuche lediglich, der Gottheit ihr Wirken zu erlauben.

Der Körper – ein Übel?

Manchmal ist es notwendig, den Körper als ein Übel zu betrachten, obwohl es auch die andere Seite gibt, die sagt, dass der Körper ein Tempel Gottes ist.

Das ist zwar ein wertvoller Gedanke, aber wenn du keinen Hunger nach dem göttlichen Königreich hast, macht das wenig Sinn. Dann kann es nützlich sein, den Körper als ein Übel anzusehen und zwar in dem Sinn, dass er deinen Geist begrenzt, dass er die Kräfte des Bewusstseins begrenzt, dass er ein vergängliches Ding ist und sterben muss; in dem Sinn, dass wir seinetwegen hart arbeiten und unser tägliches Brot verdienen müssen; in dem Sinn, dass sich seinetwegen und durch ihn alle tierischen Leidenschaften und Zwänge Ausdruck verschaffen und er, der Körper, dem Tierreich angehört und nicht der göttlichen Welt; und in dem Sinn, dass er Krankheiten, Müdigkeit und Schwächezuständen ausgesetzt ist und ständig gepflegt, gewaschen und gereinigt werden muss.

Wenn du dir der Begrenzungen des Körpers bewusster wirst, der Begrenzungen des gesellschaftlichen Lebens, der Begrenzungen der Welt, in der du lebst, dann steigt ein Verlangen in dir auf, aus all diesen Begrenzungen herauszukommen, denn die Welt hat viele Begrenzungen: Jetzt ist es kalt, dann ist es warm; einmal ist Frieden, dann Krieg, und man hat zu viele Sorgen und Schwierigkeiten.

Die Leute denken mehr an sich selbst als Liebe für andere zu empfinden.

Und wahre Liebe findet man nur bei Gott, niemals in Menschenherzen.

Wenn du über all das nachdenkst, dann wird natürlicherweise ein größeres Verlangen nach Vollkommenheit in dir entstehen und der starke Wunsch, aus dieser chaotischen Situation herauszufinden.

Die Grundlage des Universums ist Bewusstsein

Das Bewusstsein ist in der Lage, die vergangenen Leben von jedem Einzelnen zu sehen und auch die zukünftigen.

Was für eine Wissenschaft, was für eine Fähigkeit ist das?

Kann die Wissenschaft Bewusstsein produzieren?

Die Wissenschaft verwechselt die grobe körperliche Empfindung mit dem Bewusstsein und behauptet, die Gehirnzellen hätten das Bewusstsein produziert. Aber das ist eine große Dummheit!

Es spielt keine Rolle, welch gewaltige, rasante und verblüffende Entwicklung die Wissenschaft noch erreichen mag, solange sie ihre gegenwärtigen Grundsätze beibehält. Sie wird weiterhin primitiv bleiben. Wissenschaft kann niemals ein Ersatz für das innere Bewusstsein mit seinen unendlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten sein.

Bewusstsein ist die Basis aller Erfahrung. Ohne Bewusstsein ist Erfahrung gar nicht möglich.

Bewusstsein ist Erkenntnis. Ohne Erkenntnis können wir nichts sehen, erkennen, erfahren.

Bewusstsein oder Erkenntnis ist die Grundausrüstung für jede Erfahrung.

Wir können alles transzendieren, nicht aber den Beobachter im Bewusstsein in uns. Dieser ist allen Fähigkeiten, die wir haben, überlegen. Er steht über der Materie und überhaupt über allem, doch gleichzeitig durchdringt Er alles. Er ist überall, und das wunderbarste Universum ist in dir.

Einfachheit

Alle Probleme entstehen dadurch, dass es immer zwei Dinge gibt. Selbst wenn du ganz allein im Universum wärst, hättest du ein Problem, denn es sind schon zwei Dinge da: du und das Universum.

Wo Zweiheit ist, gibt es Probleme. Wo nur eines ist, kann es kein Problem geben.

Dein geistiger Fortschritt hängt von deiner Fähigkeit ab, alles auf eines zu reduzieren. Sobald es für dich zwei Dinge gibt, werden die Probleme mitgeliefert, und es ist unmöglich, ins Gottbewusstsein einzutauchen.

Vereinfache deine Schau, werde einsichtig, reduziere alles, was du siehst, auf das Bild Gottes. Wenn du auf die Welt blickst, sieh nur Gott in der Welt und als die Welt. Wenn du das Mantra wiederholst, vergiss alles und lass alles innen und außen eins mit der Wahrheit werden.

Ziele auf diese Einheit! Wenn du das Gefühl von Verschiedenheit hast und überall Verschiedenheit siehst, bist du spirituell schon gescheitert.

Bringe deshalb dein Bewusstsein auf eine höhere Ebene und hebe den Unterschied zwischen den Dingen, zwischen Mann, Frau und Kind auf. Sieh in allen und allem dieselbe Wahrheit: Gott, Christus, die Göttliche Mutter oder den Meister.

Lass alles in deiner Meditation zu einem werden. Das Mantra muss dich innen und außen vollkommen erleuchten, dich in einen grenzenlosen Ozean der Gnade und des Friedens tauchen.

Lass den Ozean des göttlichen Bewusstseins, in dem du schwimmst, der in dir und um dich herum ist, jede Minute deines Lebens zur intensiven, normalen Erfahrung werden.

Das göttliche Bewusstsein ist von der Natur der Liebe. Es ist Licht, es ist Friede, es ist Leben, es ist Erkenntnis, es ist Vollkommenheit, Kraft, Anmut und Schönheit.

Wen immer du tagsüber siehst, lass bei diesem Anlass dein inneres Herz sofort die Gegenwart Gottes fühlen, die in dieser Person wie auch in allen anderen Wesen als Leben, Liebe, Zuneigung und Schönheit anwesend ist. Verehre die Gegenwart des Göttlichen als Erkenntnis und Bewusstsein in allen Wesen, als die moralischen Eigenschaften in allen Wesen, als das geistige Bewusstsein, das latent in allen Wesen ruht.

Lass dein inneres Herz in Einklang kommen mit den Eigenschaften des göttlichen Bewusstseins in allen Wesen.

Berühre immer in allen und in allem das innere, verborgene, unsichtbare, geheime göttliche Bewusstsein.

Gotterfahrung ist keine trockene Angelegenheit, sondern eine intensive, integrale, alles einschließende Erfahrung.

Gotterfahrung ist keine Einbildung. Ich sage dir, du sollst dir Gott vorstellen und seine Gegenwart fühlen, aber nur, weil Gott für dich noch nicht wirklich ist. Wenn Er einmal wirklich für dich geworden ist, wirst du sehen, dass Er so ist, wie ich Ihn dir geschildert habe.

Im gewöhnlichen psychologischen Leben werden viele Dinge, die man sich vorstellt, wahr. Aber Gott wird nicht etwa wahr und wirklich, weil du Ihn dir vorstellst. Gott ist eine unabhängige Realität. Er existiert, ob du Ihn dir vorstellst oder nicht. Weil du Gott noch nicht gesehen hast, beschreiben Ihn jene, die Ihn erfahren haben und fordern dich auf, dir sein wahres Wesen vorzustellen.

Gott ist höchstes Bewusstsein. Und höchstes Bewusstsein ist Wahrheit, Schönheit, Liebe, endlose Erkenntnis. Es umfasst alle Fähigkeiten. Es isst nicht, schläft nicht, atmet nicht. Es allein ist überall.

Deshalb sage ich wie das Nirwana Shatkam: Ich bin Bewusstsein. Ich bin nicht diese denkende Person, diese wirkende Intelligenz, dieses Unbewusste oder Unterbewusste. Ich bin nichts von dem, was mir die Sinne übermitteln. Wie kann das nie Geborene eine Mutter haben? Das Bewusstsein in mir ist ungeboren, ewig und alles bezeugend. Ich bin unendlich mehr als mein Atem. Ich bin Bewusstsein. Ich bin die Wahrheit. Ich bin das Selbst. Gott ist mein ganzes Sein und Wesen. Das höchste Bewusstsein ist Gott. Bewusstsein und Wahrheit sind ein und dasselbe. Bewusstsein ist Sein, und Sein ist Bewusstsein. Ich bin das unendliche Sein. Der leere Raum ist mein Haus. Bloße Existenz ist meine grenzenlose Glückseligkeit. Mein wahrstes Wesen ist Glückseligkeit. Mein Name ist Ananda.

Swami Omkarananda

swami




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