DivineLightTitelbild



ZWEIMONATLICH

Jahr 52

OFFIZIELLES ORGAN DES
DIVINE LIGHT ZENTRUMS
8400 WINTERTHUR SCHWEIZ



Aktuelle Ausgabe

Juli/August 2017

  

INHALT

Texte aus Ansprachen und Gesprächen von

 

Alles Gute und Große geschieht durch die Gnade Gottes

Alles ist hier und jetzt

Das eine, höchste Selbst

Das Selbst im Menschen ist Gott

Gott im Menschen, der Mensch in Gott

Wahrhaftes Glück

Das menschliche und das göttliche Gemüt

Vertiefung

Der ewige Hintergrund

Ohne Gott bist du nichts

Suche nach Gott

Im zeitlosen Schweigen

Wenn du Gott kennst, kennst du alles

Gib die Idee auf, der Körper zu sein

Erfülle dich mit Gott!

Gott ist dir näher als du denkst

Zwischen zwei Gedanken

Der Raum von Licht und Bewusstsein

Die Aura

Mystische Silben

Das Mantra ist Gott selbst

Transformation und Reinheit

Das Größere im Menschen

Sieh das Göttliche überall!

Ganapati

Zuflucht zum Unendlichen

Der Weise

Du bist nicht der Körper

Alle Menschen sind Lichter

Entfliehe dem Elend!

Gedanken


swami omkarananda

Alles Gute und Große geschieht

durch die Gnade Gottes

Lasse dich nicht vom Schein täuschen! Hinter dem dichten Schleier von Mensch und Natur ist Gott höchst sichtbar.

Hinter dem Schleier des Tages sind die Sterne höchst sichtbar. Auch mitten am Tag strahlen die Sterne genauso hell wie in der Nacht.

Hinter den Worten der Menschen stehen die Gedanken; hinter den Gedanken das Gemüt; hinter dem Gemüt steht das eine, gemeinsame, universale Bewusstsein. Hinter dem universalen Bewusstsein erstreckt sich Gottes absolutes Bewusstsein.

Die Sterne sind immer da. Die Wolken erscheinen und verschwinden. Tag und Nacht wechseln sich ab, doch bleiben die Sterne dessen ungeachtet so strahlend wie immer.

Worte vergehen, Gedanken verschwinden, das Gemüt ändert sich; doch das göttliche Bewusstsein bleibt immer das gleiche: leuchtend, unsterblich.

Erkenne es! Lebe in seinem Licht! Erfahre es und bringe seine schöpferischen Wunder, seine Freude, seinen Frieden, seine Vollkommenheit und Unsterblichkeit zum Ausdruck!

Große Geister nehmen Gott wahr; unser kleiner Geist zweifelt und verneint.

Großer Glaube findet Ihn; unser kleiner Glaube klagt und erleidet Rückschläge.

Große Liebe erfährt Ihn; unsere kleine Liebe ist zu sehr mit ihrem eigenen, kleinen Vergnügen beschäftigt.

Große Tugend lebt in Ihm; unsere kleine Tugend ist mit sich selbst zufrieden, nur um dann frustriert zu sein und eines Tages unsanft geweckt zu werden.

Je früher wir Gott zu erkennen und zu erfahren suchen, desto besser für uns.

Dein wirklicher Ursprung, deine wirkliche Stärke, dein wirkliches Leben und Licht, deine unfehlbare Gnade ist Gott selbst. Er ist immer bei dir.

Deine Aufrichtigkeit ist dein Segen. Dein Glaube an Gott ist deine Befreiung. Deine Liebe zu Gott ist deine Zauberkraft.

Wo immer du bist, wird Er bei dir sein und dich mit seinen Millionen Händen beschützen.

Trage deshalb in deinem Herzen ein Gefühl für seine lebendige Gegenwart.

Bist du zu Hause, sollst du wissen, dass du in Gottes eigenem Haus lebst und alle Hausarbeiten ein Gottesdienst sind.

Iss im Namen Gottes, trinke im Namen Gottes, wache und schlafe im Namen Gottes!

Wenn du Geduld hast, wird der Segen, den du empfangen wirst, unbeschreiblich sein.

Ich habe dir das wunderbare Geheimnis gegeben, nämlich dass das Herz Gottes aus den mystischen Silben besteht, die großen Erfolg garantieren und dich göttlich machen können.

rose

Alles ist hier und jetzt

Die Ferne ist hier, und was hier ist, ist in der Ferne. Im Traum siehst du gleichzeitig alles. Eine große, weite Welt entsteht irgendwo in deinem Gehirn. In einem Punkt befindet sich alles, die ganze Welt.

Im Traum betrachtest du die Welt. Sie ist so weit, und diese weite Welt ist nicht irgendwo draußen, sondern in einem kleinen Punkt in deinem Gehirn. Und dieser kleine Punkt bringt eine so große Traumwelt hervor. Doch ist diese Welt in dir, in diesem kleinen Punkt.

Auch Gott ist ein kleiner Punkt – ein Punkt, der überall und in jedem Lebewesen ist. Und doch ist dieser Punkt gleichzeitig unendlich.

Er ist hier und jetzt zugegen als absolute Vollkommenheit.

Um die göttliche Gegenwart zu erfahren, brauchst du dich nicht zu bewegen.

Gott ist hier und jetzt zugegen, genau da, wo du dich gerade befindest.

Er ist in dir und überall: oben, unten, rings um dich her.

Er ist gleichzeitig überall.

Alle Vollkommen heiten sind in diesem Punkt — alle Vollkommenheiten Gottes.

Nennen wir diesen Punkt die Seele der Seele.

In dieser Seele der Seele sind alle Vollkommenheiten Gottes versammelt.

rose

Das eine, höchste Selbst

Das höchste Selbst ist der unendliche Geist, das absolute Sein. Dieses Selbst wird Gott genannt und hat auch noch die verschiedensten anderen Namen.

Das niedere Selbst, die individualisierte Persönlichkeit, das ortsgebundene Wesen, das der Mensch in seiner Unwissenheit darstellt, ist die Nabe mit ihren starken tragenden Speichen des Stolzes, der Eitelkeit, der Täuschung, der Einbildung, der bedeutungslosen Interessen, die ihn im immerwährenden Kreislauf der weltlichen Existenz gefangen halten.

Wenn du dich an dieses niedere Selbst klammerst, wirst du alles mit der dunklen Farbe des Irrtums bemalen und ein Fegefeuer für dich selbst erschaffen.

Der Mensch ist ein geistiges Wesen. Gott ist die Substanz, aus der es geschaffen ist. Wir leben und bewegen uns in seinem Licht. Das höchste geistige Bewusstsein ist latent in allen gegenwärtig.

Es ist das Gesetz des Herrn, das dem Tautropfen seine Rundung verleiht; es ist sein Leben, das die Knospe blühen und das trockene Blatt auf der Straße rascheln lässt.

Der Mangel an dieser Erkenntnis Gottes ist die Wurzel aller Sorgen des Lebens und allen Elends in der Welt.

Wahres Lebensglück besteht im Besitz göttlicher Weisheit und darin, dass wir unser alltägliches Tun in seinem Licht vollführen.

rose

Das Selbst im Menschen ist Gott

Nichts ist falsch am Menschen, wenn auch Unwissenheit und Dunkelheit direkt in das Gewebe seiner Seele und seines Lebens eingedrungen sind.

Der Mensch mag ein Narr sein, und trotzdem ist er ein Gott, der diese Rolle spielt.

Er mag elend sein, aber das könnte nur eine Verkleidung der Gottheit sein.

Er mag ein wandelnder Schrein der Dunkelheit sein, und doch hat er die Lampe todloser Schönheit immer bei sich.

Er mag Bürger der Halb


Hölle dieser Welt sein und hat doch schwache Erinnerungen an seine himmlische Bürgerschaft, an das Königreich Gottes in sich selbst.

Und obwohl er sich kopfüber in Sinnlichkeit stürzt, hat er doch ein Gefühl für das Gottähnliche.

Die Tragödie aller Tragödien liegt nicht in dem, was der Mensch ist, sondern darin, dass er nicht weiß, was er ist und was seine Essenz ausmacht.

Seine tiefste Torheit und sein destruktiver Irrtum sind, dass er sich nicht selbst erforscht.

Dem Wesen nach ist der Mensch die Wahrheit, und die Wahrheit ist kein Ergebnis logischer Schlussfolgerungen, keine metaphysische Idee, kein moralisches Prinzip, kein unerforschliches Geheimnis und auch kein Problem, das gelöst werden muss. Die Wahrheit ist das tiefste Bewusstsein im Menschen, eine Wirklichkeit, die erfahren werden kann, ein Werden, ein Sein.

Als das eine Lebensprinzip belebt der wahre Mensch die ganze Schöpfung, pulsiert in den Adern eines jeden Geschöpfs; als die Quelle des Lichts macht er Sonne und Mond zu dem, was sie sind; als unergründlicher und alldurchdringender Geist umfasst er die unendlichen Himmelsräume: Er ist überall und für immer.

Was ist es denn, was den Menschen so blind für seine eigene Wahrheit macht? Was bindet seinen unsterblichen Geist an diesen zerbrechlichen Körper? Was versperrt ihm die Straße zum grenzenlosen Licht, zur höchsten Wahrheit? – Nichts als die unsichtbaren und scheinbar so zarten Fäden – das Netz der Maya!

Nur in gewissen merkwürdigen Stimmungen, in Momenten der Meditation, in den Stunden der Selbstanalyse und Innenschau beobachtet der Mensch das Spiel der zwei Welten, der zeitlosen und der zeitlichen, auf der Bühne seines Herzens, und gewahrt die Schleier, die seinen universalen Geist überschatten, die zarten Bande, die sein unendliches Selbst binden.

rose

Gott im Menschen, der Mensch in Gott

Es gibt eigentümliche Augenblicke im Leben, in denen wir unsanft geweckt und mit den ernsten Angelegenheiten der weltlichen Existenz konfrontiert werden, was die Kräfte unserer Vernunft im Nachdenken darüber aufs Äußerste anstrengt. In einer solchen Stimmung gedanklicher Unterscheidung oder intensiven mentalen Suchens geschieht es, dass wir erkennen, dass das Leben Augenblick für Augenblick eine Reihe schwieriger Dilemmas für uns bereithält, dass es uns in ein Netzwerk von Irrtümern und verblüffenden Ereignissen verstrickt.

In solchen Momenten halten wir inne und stellen uns die Frage:

„Wer bin ich eigentlich? – Was bedeuten diese anscheinend so soliden Phänomene um mich herum?“

In solch kritischen Momenten können uns Wissenschaft und Philosophie nicht dabei helfen, die subtile Frage zu beantworten, die aus dem tiefsten Bewusstsein in uns selbst aufsteigt. Hier eilt uns die Religion zu Hilfe.

Religion ist wirkliche, praktische, tiefe Frömmigkeit, die fortschreitende Manifestation der Gottheit im Menschen, das Erkennen, dass Gott im Menschen wohnt und der Mensch in Gott.

Religion löst das Problem, indem sie unser Herz stärkt, uns ein ewiges Gut verspricht und uns den Weg dorthin zeigt.

In solch schicksalhaften Krisen gibt uns die Religion allein eine neue Einstellung, mit deren Hilfe wir einen Weg aus der Sackgasse der menschlichen Natur finden können, eine neue Einsicht, die uns das Wesen, wenn nicht die Unwirklichkeit der verwirrenden Rätsel des Lebens verstehen lässt, ein neues Herz, mit dem wir das Bewusstsein der absoluten Wahrheit erfühlen können, ein neues Leben, das in der vollkommenen Schönheit des universalen Hier und des immerwährenden Jetzt ruht.

Ohne wahre Religion ist das Leben ein unerklärlicher Schatten, ein bedeutungsloser Traum und ein verwirrendes Rätsel. Wahre Religion befähigt uns, unbegrenzte Kraft und ewigen Frieden zu erlangen.

Angewandte Religion verleiht uns die Fähigkeit, den tieferen Sinn hinter all unseren Aktivitäten zu erkennen sowie die spirituelle Bedeutung und die Notwendigkeit der Tragikomödien der menschlichen Existenz zu verstehen.

In anderen Worten: Was erreicht werden muss, ist die Wahrnehmung der dynamischen Harmonie, die aller scheinbaren Disharmonie zugrunde liegt, die Erkenntnis der Einheit hinter der scheinbaren Verschiedenheit, das Wissen, dass Gott in allem ist und alle in Gott sind.

Religion besteht nicht im bloßen Besuch von Kirchen und Tempeln. Sie setzt sich auch nicht aus unvernünftigen Dogmen und falsch verstandenen Ritualen zusammen. Vielmehr ist sie eine Bewegung des Individuums hin zur Wahrnehmung Gottes im eigenen Herzen und in den Herzen aller, eine Verehrung der göttlichen Gegenwart.

Religion setzt Glauben und Überzeugung voraus. Niemand kann in letzter Analyse irreligiös sein.

Selbst der Ungläubige glaubt an seinen Unglauben. Selbst der Verneiner Gottes akzeptiert die Existenz des Verneiners, das heißt sich selbst.

Die Frage ist jedoch, ob diese Art von Einstellung die Bedürfnisse der Seele, der Emotionen, der forschenden und prüfenden Vernunft, den Hunger der Seele befriedigen kann.

Atheismus oder Naturreligion ist ein Ersatzglaube. Die Natur wird als das Alles-in-allem betrachtet. Sie ist die Mutter, und der Mensch ist der Sohn.

Religion ist deshalb, aus dieser Sicht gesehen, die Beziehung zwischen der unbewussten Natur und dem bewussten Menschen.

Der Philosoph Betrand Russel sagte, dass es ein Wunder sei, wie die Mutter, die unbewusst ist, einen Sohn, das heißt den Menschen, hervorgebracht habe, der bewusst ist.

Es ist allerdings kein Wunder, sondern eine falsche Überlegung und zwar, weil die Natur nicht unbewusst ist, obwohl wir akzeptieren mögen, dass der Mensch von der Natur hervorgebracht wurde.

Wäre die Natur unbewusst, müsste auch der Mensch unbewusst sein, das aber würde heißen, dass das Universum blind wäre. Es gäbe überhaupt kein Streben nach irgendetwas und keine Haltung dem Leben gegenüber, denn es gäbe kein Bewusstsein.

Es befindet sich eine sich selbst transzendierende Fähigkeit, ein zur Selbsttranszendenz befähigendes Prinzip in uns: die höhere Intelligenz.

Dieses Bewusstsein steht als Beobachter hinter dem Wirken unseres Verstands, hinter unserer Wahrnehmungs- und Koordinationsfähigkeit.

In ihm liegt die eigentliche Herrlichkeit des Menschen.

Der Mensch ist selbst jene Wirklichkeit im Hintergrund. Er ist nicht der vergängliche Gedanke.

Man kann jetzt, in diesem Augenblick, ganz alltägliche Gedanken haben, im nächsten aber glänzende Einfälle, noch einen Augenblick später dann völllig andere Gedanken.

Gedanken kommen und gehen. Der Mensch ist aber mehr als alle Gedanken und steht über ihnen.

Das menschliche Leben ist ein Kontinuum, zusammengesetzt aus wechselnden Phasen des Bewusstseins und unterschiedlichen Gedankenprozessen; es umfasst einige Glieder in der langen Kette der Evolution, einige Sprossen in der langen Leiter der Evolution.

Es ist eine Reihe von Zuständen, Entwicklungen, Ereignissen, die immer über sich selbst hinaus auf etwas Entfernteres, Weiteres und noch Unerreichtes weisen.

Das Leben ist deshalb eine stets zunehmende Organisation des Bewusstseins, niemals in sich selbst ruhend, niemals zufrieden, sondern immer darauf hoffend, in einem Seinszustand vollendet zu werden, der sich in der gegenwärtigen Erfahrung des Individuums schwach widerspiegelt.

Jeder Erfahrungszustand scheint wirklich und vollständig zu sein, wenn es sich um denjenigen handelt, der unmittelbar über dem augenblicklich direkt im Bewusstsein Erfahrenen liegt.

Der gleiche Zustand offenbart jedoch seinen unbefriedigenden Charakter, wenn er selbst zum Inhalt der unmittelbaren Erfahrung wird.

Unerreichte Ziele scheinen Erfüllung und Vollkommenheit zu versprechen, werden aber zu Fingerzeigen auf andere unerreichte Zustände, wenn sie tatsächlich erfahren werden.

Das zeigt, dass das Leben nur ein Schritt, eine Stufe, ein Mittel ist, doch nicht das letzte Ziel, die Bestimmung oder das Ende des Strebens.

Jeder niedrigere Zustand des Lebens erscheint von einem höheren Zustand aus unwirklich, obwohl kein Zustand vom Standpunkt seiner eigenen vorübergehenden Existenz aus erfahren unwirklich ist.

Obwohl alle Stadien in einem gewissen Sinn wirklich sind, haben sie doch verschiedene Werte, und deshalb müssen wir Grade an Wirklichkeit zugeben. Der höhere Zustand schließt den niedrigeren ein und transzendiert ihn. Der höhere ist die Erfüllung des niedrigeren. Das Gefühl der Befriedigung ist im höheren stärker als im niedrigeren.

Das Ziel des Lebens ist deshalb, in unmittelbarer, bewusster Wahrnehmung den höchsten Zustand der Wirklichkeit, die letzte Wirklichkeit oder Wahrheit nämlich, zu erfahren, wo alles Streben seine Erfüllung findet und der innere Sinn des Lebens seine Verwirklichung erlangt.

rose

Wahrhaftes Glück

Es ist keine Substanz in irgendetwas, keine wirkliche Freude, nichts Wunderbares.

Frage dich dein ganzes Leben lang, was dir je alles Freude bereitet hat. All das ist jetzt nur noch Erinnerung, die dir nicht beisteht, wenn du unglücklich bist und leidest.

Alle Freuden verschwinden, jedes Vergnügen geht schnell vorbei. Es ist alles wie ein großer Traum. Wirkliche Substanz, wirkliche Freude und wirklicher Friede existieren nur im Schöpfer alles Seienden.

Nichts ist in den Dingen, aber alles ist in jenem Bewusstsein, das Schöpfer aller Dinge ist. Dieses Bewusstsein ist alles. Es allein ist die wirkliche Substanz. Es ist die Intelligenz hinter unserer Intelligenz. Alles Übrige ist substanzloser Schein, ändert sich und vergeht.

Das einzig Wertvolle ist das Göttliche.

Wenn du das Göttliche hast, bist du die größte Persönlichkeit der Welt, der größte Denker der Welt, der reichste Mensch der Welt, der gesegnetste Mensch der Welt.

Dann bist du wahrhaft frei, glücklich und von Frieden erfüllt.

Vom Vielen führe das Gemüt immer wieder auf das Eine, auf Gott, zurück!

Das ist das Geheimnis des Glücks und des geistigen Fortschritts. Der Mensch ist in der Erfahrung des Vielen eingefangen. Gott hat nur eine Erfahrung: seine eigene unendliche Vollkommenheit.

Die Erfahrung des Vielen ist die Ursache der Begrenzungen, Sorgen und Leiden des Menschen. Der Mensch, der Gott erfährt, erfährt nur eines. Er ist ein Mystiker.

Solange du in der Erfahrung des Vielen eingefangen bist, kannst du dich nicht konzentrieren und hast keine geistige Kraft. Das Gemüt muss deshalb immer wieder zurück zu einer zentralen Erfahrung gebracht werden – zur Erfahrung Gottes.

Wenn du tust, was dein Gemüt will, dann bist du sein hoffnungsloser Sklave. Das Gemüt sollte tun, was du ihm befiehlst.

Die beste Methode, das Gemüt zu überwinden ist, seine Aufmerksamkeit mit Ausdauer immer wieder vom Vielen abzuziehen und auf das Eine zu richten.

Diszipliniere das Gemüt, indem du es an einige wenige Dinge gewöhnst – nur die notwendigsten Dinge.

Das Gemüt wird sehr stark, wenn es sich mit nur wenigen Dingen beschäftigt.

Wiederhole dasselbe Mantra zwei Stunden lang, um das Gemüt unter vollkommene Kontrolle zu bringen. Viele Heilige haben mit der Wiederholung eines einzigen Mantras ihr ganzes Leben verbracht.

Das ist das Geheimnis des Fortschritts, das ist die Methode, das Gemüt unter Kontrolle zu bringen.

Vereinfache deshalb dein Leben, konzentriere dich auf das Notwendigste.

Wenn das Gemüt unter Kontrolle ist, bist du voller Frieden, voller Verstehen, dein Herz ist weit, der Geist erhoben und tausend Segnungen fließen in dich ein.

rose

Das menschliche und das göttliche Gemüt

Das menschliche Gemüt lebt in Einzeldingen; das göttliche Gemüt lebt im Unendlichen.

Das Gemüt des gewöhnlichen Menschen ist ein Chaos von vielen Dingen; das Gemüt eines Mystikers ist eine unbeschreibliche Schönheit, erfüllt vom Unendlichen.

Das Gemüt des gewöhnlichen Menschen arbeitet in Zeit und Raum; das Gemüt des geistigen Menschen lebt in der zeitlosen Wahrheit.

Das Gemüt des gewöhnlichen Menschen wird von körperlichen Erfahrungen dominiert, von Gefühlen gequält, von Gedanken belästigt, vom Karma verfolgt und wird abgelenkt von vielen Dingen, die es sieht und begehrt; es ist wie der Affe, der betrunken ist und von allen Seiten von Raubvögeln angegriffen wird.

Der vergeistigte Mensch, der Heilige, ist von Frieden und Licht erfüllt und wohnt im Unendlichen. Er ist von Gott erfüllt. Gottes Licht und Liebe strahlen aus seinen Augen. Jede Zelle seines Körpers ist aufgeladen mit dem Frieden des Göttlichen.

Der wahre geistige Mensch lebt im Unendlichen. Er lebt jenseits von Raum und Zeit und deshalb über und jenseits aller Begrenzungen, aller Gefängnismauern. Er besitzt ein göttliches Gemüt.

rose

Vertiefung

Eine der wichtigsten Disziplinen auf dem Pfad der geistigen Entwicklung ist: Zurückziehen (der Sinne nach innen) und Vertiefung (in die göttliche Gegenwart im Herzen).

Das Bewusstsein muss vom Körper und der Umgebung zurückgezogen werden und in der unendlichen Wahrheit, im Licht des unendlichen Bewusstseins aufgehen.

Was geschieht, wenn du Gott berührst? – Dein Bewusstsein zieht sich vom Körper und der Vielheit der Erscheinungen der Welt zurück und geht in der Gegenwart Gottes auf: Das ist Zurückziehen und Vertiefung.

Das Zurückziehen geschieht automatisch, wenn das Bewusstsein auf das Göttliche gerichtet ist und sich in sein Licht, seine Schönheit, Kraft und Liebe vertieft.

Wenn dein Bewusstsein ins Göttliche vertieft ist, und du aus dieser Vertiefung heraus zu leben und zu handeln beginnst, wirst du von nichts mehr berührt und beunruhigt werden. Du kennst die Wahrheit, deshalb bist du frei von den Sorgen und Problemen des Lebens. Du bist frei von allen Begrenzungen und bist erfüllt von den Vollkommenheiten des Göttlichen.

Solange Unreinheiten wie Wünsche, Abneigung, Abhängigkeit, Ehrgeiz, Besitzgier, Leidenschaften etc. dich plagen, ist eine solche Vertiefung ins Göttliche nicht möglich.

rose

Der ewige Hintergrund

Eine denkende Person ist in den Gedanken, die sie denkt, gefangen. Sie kennt den Denker nicht.

Ein großer Philosoph kennt vielleicht den Denker – aber er kennt das höchste göttliche Bewusstsein nicht.

Ein großer Weiser oder Mystiker kennt das höchste göttliche Bewusstsein hinter dem Denker. Es befindet sich in jedem Menschen hinter dem Denkenden. Es ist überall in der ganzen Schöpfung, in allen Dingen und Wesen.

Wenn etwas existiert, kannst du sicher sein, dass dahinter – oder darin – noch etwas anderes ist.

Der Stein ist. Hinter dieser „Ist-heit“, der Existenz des Steins, steht ein höchstes Wesen, das der Stein nicht sehen kann.

Hinter jedem Denker steht ein höchstes göttliches Bewusstsein, ohne das der Denker nicht sein kann. Dieses höchste göttliche Bewusstsein, das überall ist, muss erkannt werden.

rose

Ohne Gott bist du nichts

Gott ist keine Idee und kein Scherz. Er ist die Wirklichkeit der Wirklichkeiten – die höchste Wirklichkeit.

Wenn Er sich von dir auch nur eine Sekunde zurückzieht, bist du nichts, nicht einmal Asche. Er ist die Substanz in allem. Wenn Er seinen Willen vom Kosmos zurückzieht, löst sich der ganze Kosmos augenblicklich auf.

Nimm deshalb Verbindung auf zu dieser größten, höchsten Wirklichkeit, die in jedem Punkt des Raumes, in jedem Atom, in allen Wesen ist, die überall und zu jeder Zeit gegenwärtig ist.

Unterhalte dich mit dieser Gottheit, breite deine Seele über das ganze Universum aus, dehne dein Bewusstsein ins Unendliche aus, und als das Unendliche verehre das Unendliche, als die Wahrheit verehre die Wahrheit.

Der ganze Kosmos ist wie ein kleines Zimmer, in dem alles sofort sichtbar und hörbar ist, was in irgendeiner Ecke geschieht.

Kein Mensch kann seine Hand bewegen, ohne dadurch die Bahnen der Planeten, die Sterne und alles im Kosmos zu beeinflussen.

Deshalb ist jeder geistige Akt ein großer Segen. Jedes kleine Gebet und jede kleine Meditation ist ein großes Plus und ein Segen.

Die göttliche Seele in allen Wesen ist die gleiche, und ist in Einheit und Kommunikation mit sich selbst überall.

rose

Suche nach Gott

Die Suche nach Gott, nach unendlicher Liebe, nach absolutem Frieden, endlosem unerschöpflichem Reichtum ist die größte Suche und die gesegnetste Suche. Kein Preis ist zu hoch, um dieses Ziel zu erreichen.

Wer ein reines Herz hat, betritt diesen Pfad ganz von selbst, auch unbelehrt.

Jedoch ist dieser Pfad zum größten Glück und zur größten Erkenntnis für den unreinen, gewöhnlichen Erdenbürger nicht akzeptabel, denn er verhält sich wie ein Kind, das nicht versteht, dass der Diamant wertvoller ist als das glitzernde Stück Glas.

rose

Im zeitlosenSchweigen

Die Dimension zeitlosen Schweigens ist in OM enthalten. Diese Dimension befindet sich überall im Kosmos, auch in den Geräuschen und Tönen der Welt.

OM ist überall gegenwärtig, auch im Stein, in den Pflanzen. Im eigenen Herzen ist die Quelle und das Zentrum dieser Stimme Gottes. – Stimme dich auf dieses Zentrum ein!

rose

Wenn du Gott kennst, kennst du alles

Übe dich beständig in folgender Disziplin des Herzens:

„Ich kann alles nur dadurch kennen, indem ich Gott kenne!

Ich berühre gleichzeitig alles einzig dadurch, dass ich Gott besitze, der in allem ist. Wenn ich irgendein Ding berühre, berühre ich nur Gott, doch keines von all den anderen Dingen, die es gibt.

Wenn ich aber Gott in diesem einen Ding berühre, berühre ich sofort auch alle anderen Dinge, denn Gott ist in allen Dingen.

Nur indem ich Gott kenne, kann ich alles kennen. Deshalb ist Gott allein wichtig.

Ich lebe für Gott, ich atme für Gott, ich arbeite für Gott, ich mache mein Herz zum Zentrum aller Hingabe der Welt, mein Gemüt zum Zentrum aller Weisheit der Welt; und wenn die Menschheit und die ganze Schöpfung zur Vollkommenheit Gottes emporgehoben werden soll, soll dies durch mein inneres Wesen geschehen.

Ich übernehme die Verantwortung für die ganze geistige Entwicklung. Ich werde jeden Fleck des Raums mit den Schwingungen des göttlichen Namens erfüllen, mit dem Licht meiner Liebe zu Gott.

Ich brauche nichts außer Gott, denn indem ich Gott habe, habe ich alles.“

rose

Gib die Idee auf, der Körper zu sein

Du bist bis zur Krankhaftigkeit von der Idee besessen, dass du der Körper bist, während doch das Licht in dir körperlos, zeitlos und ewig ist.

Die ununterbrochene Dominanz der Körper-Idee und körperlicher Erfahrungen ist die Ursache deiner völligen geistigen Blindheit für das Königreich Gottes überall.

Du bist in begrenzte, endliche Beziehungen eingefangen und so hast du dich von der Gegenwart der allgegenwärtigen, allwissenden Gottheit abgeschnitten.

rose

Erfülle dich mit Gott!

Deine Reinheit liegt darin, keine Eindrücke aufzunehmen, außer den Eindruck von Gottes Gegenwart.

Wenn du ein von Eindrücken freies Gemüt hast und du nur Gottes gewahr bist, dann bist du erleuchtet; denn bei all den Eindrücken, die du ununterbrochen aufnimmst, wo ist da in deiner bewussten Aufmerksamkeit noch Platz für Gott?

Lasse einen Teil deiner Aufmerksamkeit immer auf Gott gerichtet sein, während der andere Teil sich mit deiner jeweiligen Aktivität befasst.

Wenn du diese Übung intensiv und konsequent mehrere Jahre lang durchführst, werden immer größere Anteile deines Gemüts mit dem Eindruck Gottes erfüllt sein. Das äußere Leben wird dann mechanisch und lässt dem Gemüt freien Spielraum, sich ausschließlich mit Gott zu befassen.

rose

Gott ist dir näher als du denkst

Gott ist nicht weit von uns entfernt, sondern durchdringt als göttliche Energie alles in uns und um uns herum. Diese Energie kann von uns genutzt werden.

Gott ist das Licht, das vom Licht in uns wahrgenommen werden kann. Gott ist unendlicher Friede, hier und jetzt in unserem inneren Wesen bereit, erfahren und zum Ausdruck gebracht zu werden.

Gott ist eine von Glückseligkeit und Kraft erfüllte Gegenwart.

Versuchen wir, mit Hilfe der Mantras einen Kontakt zu dieser Gottheit herzustellen.

Alle anderen Hilfsmittel sind von geringerer Bedeutung, denn nur diese mystischen Silben verkörpern die Natur der Gottheit. Es sind Silben, Laute, die nicht menschlichen Ursprungs sind, Laute, die in keiner menschlichen Sprache vorkommen, sondern Laute, die ewig in der Natur existieren, die ewig im Herzen des Kosmos wohnen, die ewig in der inneren Seele, der göttlichen Seele des Menschen anwesend sind.

Diese Laute, die in sich all die Vollkommenheiten Gottes tragen, müssen angewandt werden, um die Energie, das Licht, den Frieden, die Freude in uns, die gottgleich sind, zu erwecken.

rose

Zwischen zwei Gedanken

Wenn man lange und intensiv auf dem geistigen Pfad war und vernünftig genug ist, dann geschieht es eines Tages, dass man plötzlich zwischen zwei Gedanken einer Leere gewahr wird.

Diese Leere ist absolute Stille, absolute Reinheit, absolute Schönheit, absolute Freude.

Das Antlitz des Absoluten ist wahrnehmbar zwischen zwei Gedanken, zwischen zwei Gefühlen, zwischen Ein- und Ausatmen.

Aber so blind sind die Menschen, dass sie dieses immer Daseiende in der Pause zwischen zwei Gedanken nicht wahrnehmen.

Wenn überhaupt keine Gedanken da sind, dann ist ganz Pause, dann kann man stundenlang das Antlitz Gottes betrachten.

rose

Der Raum von Licht und Bewusstsein

Alles ist im Raum. Du bist im Raum. Die Sterne sind im Raum.

Alles, was du siehst, fühlst und denkst – alles ist im Raum.

Aber innerhalb des Raums und auch außerhalb des Raums gibt es noch einen anderen Raum, der sehr subtil, von Licht und Bewusstsein erfüllt ist.

Das ist das Göttliche, das überall ist, innen und außen.

Es ist immer in uns.

Du atmest ein und aus. Auch dieser Atem wird vom inneren Raum getragen, dem Raum des Raums. Dieser Raum des Raums scheint Leere zu sein.

Gott ist eine unendliche Leere, aber in dieser Leere befindet sich jeder erdenkliche Reichtum. In dieser Leere ist alles vorhanden.

Alles entsteht aus dieser Leere, alles wird von dieser Leere im Dasein erhalten und wird von dieser Leere wieder aufgelöst.

Diese Leere ist überall – innen, außen, überall. Es ist Gottes Anwesenheit, Gottes Bewusstsein.

Gott kommt nicht und geht nicht. Kommt und geht der Raum? – Nein!

Die Sterne kommen und verschwinden nach einiger Zeit wieder, aber der Raum bleibt der Raum, unbeweglich und immer derselbe seiend, immer in absoluter Ruhe verharrend.

Wer kann den Raum stören? Niemand und nichts kann den Raum stören.

Subtiler als der Raum ist das Göttliche innerhalb und außerhalb des Raums. Dieses Göttliche ist endlose Stille, endlose Ruhe, endloser Friede, endlose Leere und doch voll von den vielfältigen Farben der Eigenschaften des Göttlichen, das überall ist, innen und außen. Du bewegst dich und lebst im Göttlichen, ohne es zu ahnen.

Gott lebt in dir alle vierundzwanzig Stunden des Tages, unzertrennlich von dir wie der Raum, doch weißt du nichts davon.

Eines Tages jedoch erhältst du durch Gnade doch eine Ahnung von der Gegenwart Gottes in dir und um dich herum.

Von diesem Tag an bist du der Herr deines Lebens, fürchtest nichts mehr, denn du bist eins mit dieser göttlichen Gegenwart, diesem göttlichen Bewusstsein geworden.

Von diesem Tag an hast du keine Ängste und Probleme mehr.

Das Leben kommt, das Leben verschwindet; Ereignisse kommen und Ereignisse vergehen.

Alles kommt und verschwindet, ohne eine Spur zu hinterlassen auf diesem ewig existierenden Bewusstsein Gottes, diesem Raum Gottes, der die Seele deiner Seele, das Herz deines Herzens, das Leben deines Lebens ist.

rose

Die Aura

Das ganze Universum ist nichts anderes als leuchtende Energie.

Alle Ebenen der Wirklichkeit bestehen aus leuchtender Energie.

Jeder Körper, jeder menschliche Körper, hat eine Aura.

Auch ein Stück Eisen, jeder Baum, jedes Lebewesen hat diese Aura, den Energiekörper.

Die Aura ist sichtbar für psychisch sensitive Personen und Wesen.

Die Aura des Menschen wechselt ihre Farben und ihre Strahlkraft ständig mit den sich ändernden Gefühlen, Gedanken, körperlichen und seelischen Zuständen.

Wenn du willst, dass deine Aura leuchtend und wunderbar sein soll, musst du immer gute Gedanken, edle Gedanken, schöne Gedanken, inspirierende Gedanken unterhalten, ständig göttliche Gefühle, Gefühle der kosmischen Liebe pflegen.

All das macht die Aura zu einer kraftvollen Aura mit wunderbaren Farben.

Wenn deine Aura gut ist, ziehst du aus dem Kosmos die besten Kräfte an.

Du bekommst Hilfe von höheren Wesen, und wenn du ein geistiger Mensch bist und Mantras wiederholst, ist das Bild des Göttlichen in deiner Aura sichtbar.

Mit jeder Meditation verbessert man die Aura ein wenig.

Man verliert aber auch wieder etwas davon, wenn man nach der Meditation wieder in das alte Leben hineinrutscht, die alten Gedanken wieder aufgreift und die alten Gewohnheiten beibehält.

Lade deine Aura mit dem Bewusstsein von Gottes Allgegenwart, Allmacht und Allwissenheit auf. Wenn du dann den Körper in der Stunde des Todes verlässt, trittst du in eine Welt des Lichts ein, in eine wunderbare geistige Welt.

Gewöhnliche Menschen haben Angst vor dem Tod und begegnen nach dem Tod vielen dunklen Kräften, sehen grausame Gestalten und im schlimmsten Fall gehen sie in Welten, die man nur als Höllen bezeichnen kann.

Will man unmittelbar nach dem Tod in eine Welt des Lichts gehen, muss man schon jetzt göttliche Gedanken und Gefühle unterhalten.

Du kannst bestimmen, was du in der Sterbestunde erfahren wirst, ob dein Tod eine wunderbare Erfahrung, eine herrliche Erfahrung wird.

Diejenigen, die sich beständig ans Göttliche halten, erfahren unmittelbar nach dem Tod eine Welt des Lichts, der Geborgenheit, der Freude, des Beschütztseins.

rose

Mystische Silben

Wo das Göttliche ist,

wo die mystischen Silben

sind, da geschehen Wunder.

Das Zeitalter der Wunder

ist noch nicht vorüber,

es dauert immer noch an.

Wo das Göttliche ist,

da ist das Paradies.

Wo das Göttliche nicht ist,

herrscht das Unglück.

Wo das Göttliche ist,

ist auch das Glück,

sind Freude, Leben und

Gedeihen.

Von all den Lauten im Kosmos ist keiner machtvoller und wunderbarer als die mystischen Silben.

Die mystischen Silben sind die höchsten Laute: Sie sind das Wesen des Göttlichen selbst.

Die mystischen Silben sind zeitlose Laute und als solche organische Teile des Göttlichen.

Es kann keine bessere und direktere Möglichkeit geben, um eine Beziehung zum Göttlichen herzustellen, als durch diese mystischen Silben.

Jede Wiederholung des Mantras ist ein machtvolles Telegramm ans Herz des Göttlichen.

Die mystischen Silben berühren einen Teil des Göttlichen, und sofort erreicht die Botschaft alle Teile des Körpers des Göttlichen, und der Körper des Göttlichen ist unendlich und so groß und weit, dass er alles einschließt und transzendiert.

Fahre also fort, ein Telegramm nach dem anderen an das Herz des Göttlichen zu schicken.

rose

Das Mantra ist Gott selbst

Der wunderbarste Reiniger ist das Mantra.

Das Mantra nimmt die Pflicht auf sich, die erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen und die höheren geistigen Fähigkeiten zur Erfahrung der Wahrheit zu erwecken. Es stellt sich schließlich in unmittelbarer Erfahrung als die höchste Wahrheit heraus.

Das Mantra vollbringt all diese Arbeiten.

Es schafft die Voraussetzungen, die für den Fortschritt nötig sind und zeigt sich schließlich als Gott selbst, als die Wahrheit.

rose

Transformation und Reinheit

Man kann sich selbst vollkommen reinigen, äußerlich und innerlich, und zwar durch das Feuer der Hingabe zu Gott, durch das Feuer der psychischen Kraft, das durch die Wiederholung eines Mantras erzeugt wird, durch das Feuer der göttlichen Erkenntnis, durch das Feuer der göttlichen Meditation und Kontemplation.

Es gibt viele Prozesse, durch die das ganze innere Wesen transformiert, gereinigt und verfeinert werden kann. Du erreichst mehr durch diese geistigen Disziplinen als durch irgendeine körperliche Disziplin.

Beständige Wiederholung des Mantras erzeugt so viel psychisches und geistiges Feuer im System, dass es die Unreinheiten von Körper, Herz, Willen und Blut verbrennt.

Du erreichst mehr durch intensive Wiederholung der Mantras als durch irgendeine andere Methode.

Zunächst muss das ganze System durch beständige Wiederholung des Mantras dem geistigen Feuer ausgesetzt werden, so dass wir schließlich von selbst in die Kammern der Stille der unendlichen Wahrheit eintreten.

Durch die ausdauernde Wiederholung der mystischen Silben werden schließlich alle Zellen des Körpers und das ganze Blut gereinigt sowie neue Eindrücke in Gemüt und Gehirn erzeugt.

Erst dann haben wir Zutritt zum Königreich des Himmels, das in uns und überall ist.

rose

Das Größere im Menschen

Man kann die Tatsache nicht verneinen, dass das menschliche Individuum voller niederer, primitiver Impulse, Tendenzen und Zwänge ist.

Doch sind all diese zusammengenommen nichts im Vergleich mit dem Größeren in uns.

Wir sind nicht dazu verdammt, Sklaven dieser niederen menschlichen, animalischen Natur zu bleiben.

Man kann über sie hinauswachsen.

In der Tat hilft das Größere in uns schon dabei, die Grenzen unserer niederen Natur zu überwinden.

Wir haben eine Kraft in uns, mit deren Hilfe wir uns selbst aus dem Sumpf ziehen können.

Der Mensch ist kein Tier unter Millionen von Tieren, kein Objekt unter Millionen von Objekten.

Er ist das erfahrende Subjekt und trägt die unendliche Wahrheit in sich. Er nimmt den ersten Platz in der Schöpfung ein und besitzt zahllose Möglichkeiten und Fähigkeiten.

Wer kann die Möglichkeiten, Kräfte und Fähigkeiten im Herzen der göttlichen Wahrheit ermessen? – Sie sind auch die des menschlichen Individuums.

Die Größe des Menschen ist unbeschreiblich. Er ist fähig, zu denken wie Plato, zu fühlen wie der heilige Franziskus, zu komponieren wie Beethoven oder Bach, zu schreiben wie Goethe.

Die Größe des Menschen ist unbegrenzt, weil er das Größere in sich trägt.

Wir tragen in uns all den unendlichen Reichtum der Schönheit, des Friedens und der Freude der göttlichen Wahrheit.

Dieses Größere in uns hat seine besonderen Mittel und Wege, seine Attribute in unserer leuchtenden, reinen, erhobenen Natur zu manifestieren. Es gewährt uns zahllose Intuitionen.

Die ganze Philosophie des Lebens sollte wunderbar strukturiert und auf der grundlegenden Tatsache errichtet werden, dass das Größere im Menschen anwesend ist, dass Er, der in uns ist, größer ist als irgendjemand oder irgendetwas in der Welt.

rose

Sieh das Göttliche überall!

Wir gewinnen die wahrste Ansicht vom Leben, der Welt, den Menschen und den Geschöpfen, wenn wir uns im Herzen der Wahrheit befinden.

Betrachte die Welt durch die Augen Gottes, durch das Herz, das Wesen und Bewusstsein Gottes, und du wirst überall nur Schönheit wahrnehmen.

Das ist die wirkliche Wahrnehmung und Einstellung, die wir der Welt gegenüber brauchen.

Wenn wir keine Erkenntnis der Wahrheit besitzen, keinen Kontakt haben mit Gottes Bewusstsein und Atem in uns, dann haben wir auch keine wahre Erkenntnis der Welt.

Wir sehen dann die Welt nicht richtig, sondern durch unsere Vorurteile, unseren Stolz, unsere Leidenschaften, unsere Begrenzungen und Unwissenheit.

Wir brauchen eine wahre Ansicht vom Leben und der Welt, und diese kann nur aus der Kenntnis der Wahrheit entspringen, denn die Wahrheit ist es, die das Leben und die Welt erschaffen hat und sie erhält.

Erstrebe eine Wahrnehmung, die das Göttliche überall sieht!

Wir sehen nur dann wirklich, wenn wir die Dinge im Licht des Göttlichen sehen, wenn wir die Erkenntnis der Wahrheit besitzen.

Solange dies nicht der Fall ist, sehen wir die Dinge nicht so, wie sie sind, und deshalb ist unser Leben ein beständiger Kampf, eine andauernde Disharmonie, eine Begrenzung und ein Missklang.

Wir müssen versuchen, unser Bewusstsein zum Göttlichen zu erheben, das in uns ist und uns von allen Seiten umgibt. Es ist das Göttliche, das uns mit dem Licht erfüllt, das uns die Dinge richtig sehen lässt.

Möge dieses Licht Gottes sich durch unsere Augen ausdrücken!

Möge das Herz Gottes sich durch unsere Herzen ausdrücken! Möge das Leben Gottes seinen Ausdruck durch unser Leben finden.

Lasst uns die Erbauer des Königreichs des Himmels hier auf Erden sein!

Wir sind von Gott erschaffen, wir sind in Gott.

Zahllos sind die Segnungen, die uns zufließen, wenn wir uns dieser Wahrheit bewusst werden.

Wenn wir uns der Gegenwart Gottes jederzeit und unter allen Umständen bewusst sind, fallen Angst und Sorgen von uns ab, der allbarmherzige Gott ist immer bei uns.

Warum sollten wir uns also fürchten? – Seine Allmacht beschützt uns von allen Seiten. Wo bestünde da die Notwendigkeit, Angst zu haben? Wir sind Kinder seines Herzens. Er ist allwissend. Er weiß, was morgen auf uns zukommt, und Er hat schon Vorsorge getroffen, um uns, wenn nötig, seinen Schutz zu gewähren. Er besteht ganz aus Liebe. Jede Sekunde arbeiten die Energien Gottes für unser Wohlergehen.

Wenden wir also uns Gott zu! Lasst uns im Guten, in der Wahrheit, im Frieden, in der Liebe, in der Erkenntnis und einem dynamischen Bewusstsein von Gottes Allgegenwart, Allmacht und Allwissenheit verwurzelt sein!

Lasst uns mit dem Auge unserer Seele das Königreich des Himmels überall erblicken!

Gieße deine Liebe über die Schöpfung aus! Zeige deine Stärke, indem du das Licht, das in deiner Seele ist, offenbar werden lässt!

Andere auszunutzen, andere zu beherrschen, sie ihres Besitzes zu berauben – all das macht keine Führerschaft aus. Führerschaft liegt im Geben.

Die Fähigkeit zu geben wächst mit der Entwicklung der Liebe, und Liebe entfaltet das geistige Wesen in dir.

Liebe lässt deine Schätze endlos und deine Energien unerschöpflich werden. Liebe lässt dein Wissen zu einer Weisheit werden, die unvergänglich ist und alles erleuchtet.

Segne alles und segne alle! Segne die ganze Natur! Segne unter allen Umständen!

Vertiefe deine Beziehungen zum Göttlichen! Deine wesentliche Eigenart hast du von Gott erhalten, sie ist immer noch in Gott, und wird immer in Gott bleiben.

Diese wesentliche Eigenart ist absolute Existenz, absolutes Bewusstsein, absolute Schönheit, absoluter Reichtum.

Du verlierst nichts, wenn du deine Liebe über die ganze Schöpfung ausgießt. Du verlierst nichts, wenn du die Schätze deiner guten Gedanken und Gefühle verschenkst und alle Räume mit den Bildern deiner segnenden Gedanken erfüllst.

In Liebe lass dein Herz eins mit dem Herzen in der ganzen Natur werden!

rose

Ganapati

Wer ist Ganapati? – Er ist die einzige, die unendliche Wahrheit, das ewige, unbegrenzte Licht, Quelle allen Wissens, aller Weisheit, aller Freude, allen Friedens.

Er ist allgegenwärtig.

Ganapati ist OM.

Auch Krishna ist OM. Auch Shiva ist OM. Auch Devi ist OM. OM ist Gott. OM ist die Wahrheit, und deshalb sind alle Götter OM.

Die ganze Schöpfung ist erfüllt mit OM. Das ist die Bedeutung von Ganapati oder Ganesha.

Deshalb sagt die Ganapati-Upanishad: „Du bist alles. Du allein bist der Handelnde; Du allein bist durch alle tätig.“

Wenn eine Ameise läuft, ist es Ganapati, der läuft. Wenn du arbeitest, ist es Ganapati, der arbeitet. Aufgrund von Egoismus und fehlendem Wissen maßt man sich jedoch an, selbst der Handelnde zu sein.

Du denkst, du vollbringst große Taten! Aber nicht du, sondern gewisse Energien sind es, die durch dich arbeiten, und hinter diesen Energien steht ein Herr, und dieser Herr ist Ganapati, die Wahrheit.

Du denkst, durch Essen erhältst du deinen Körper – nein!

Es gibt eine Kraft, die alles Leben in der Welt erhält.

Dem Tod zum Trotz geht das Leben weiter. Und wer erhält dieses Leben? – Das Unendliche, das Ewige, das Eine, die Energie aller Energien.

Auf Millionen Arten und Weisen erhält sie alle Lebewesen, die ganze Schöpfung.

Diese alles erhaltende und bewirkende Macht ist Ganapati.

Du denkst, du würdest durch die Nase atmen, du würdest ein- und ausatmen, aber in Wirklichkeit gehört die Luft nicht dir und auch nicht die Nase. Hast du sie irgendwo gekauft? – Nichts gehört dir! Alles ist von einem unendlichen Bewusstsein erschaffen worden, von dieser Energie, die Gott ist. Gott erhält alles. Er ist der wahre Handelnde.

In der Weisheit ist kein Platz für Egoismus und Arroganz!

Was geschieht, wenn Egoismus und Arroganz verschwunden sind? – Dann ist das Herz rein, und du bist fest im Gottbewusstsein, im Bewusstsein des unendlichen Friedens, der göttlichen Freude, Schönheit und Vollkommenheit gegründet.

rose

Zuflucht zum Unendlichen

"Ich nehme meine Zuflucht zu Dir, o unendliche Göttliche Mutter!“

Wer sagt das? – Das endliche Gemüt, das endliche Herz.

Und was bewirkt das? – Das endliche Herz befreit sich von allen Grenzen, allen Schranken, allen Fesseln. Es will sich ausdehnen und die göttliche Gnade empfangen.

Die göttliche Gnade ist die Gegenwart des Göttlichen, und die Gegenwart des Göttlichen ist Licht: dynamisches, alles erschaffendes Licht – ein bewusstes, intelligentes Licht mit einem Herzen.

Es ist keine tote Energie ohne Herz und Intelligenz! Es ist eine Energie, die erfüllt ist mit endloser Intelligenz und Allwissenheit, mit einem Herzen unbegrenzter Liebe. Intelligenz, Leben, Schönheit, alle Arten von Kräften in Hülle und Fülle – alles ist in dieser Energie Gottes, diesem Bewusstsein Gottes vorhanden.

Aus jedem Teil des Universums können Millionen andere Universen entstehen – das ist die Logik der Allgegenwart des Göttlichen.

Alle Wunder können überall und jederzeit erfahren werden. Alles, was die Propheten der Bibel erfahren haben, kann hier und jetzt erfahren werden.

Was sie in Jerusalem gefunden haben, kann hier gefunden werden. Was sie irgendwo an heiligen Stätten entdeckt haben, kann hier und jetzt entdeckt werden. Die ganze Erde ist heilig, der ganze Raum ist heilig, denn die Gegenwart Gottes weilt in ihnen.

Entwickle den Geist der Verehrung für die Sonne, die Sterne, die Dinge, die du besitzt, für die Menschen um dich herum und auch für jene Menschen, die du noch nicht kennst – für alles und jeden.

Je mehr du diesen Geist der Verehrung entwickelst, desto größer, magnetischer und attraktiver wird deine Persönlichkeit, desto mehr Segnungen ziehst du an. Du wirst zu einer Freude für dich selbst werden, und überall wird ein Freund auf dich warten.

rose

Der Weise

Eine Million Erdenjahre ziehen wie zwei Augenblicke am Weisen vorbei. Es gibt keine Zeit im Göttlichen.

Der Weise hat eine zeitlose Freude, eine zeitlose Vollkommenheit erlangt.

Der Körper möchte den Menschen quälen, der Weise und Mystiker aber ist jenseits des Körpers und lässt sich von den Zuständen des Körpers nicht beeinflussen.

Der Köper sagt: „Das ist heiß – das ist kalt!“ Für denjenigen aber, der jenseits des Körpers lebt, gibt es nichts als die endlose Vollkommenheit. Alles verschwindet, wenn man ins Göttliche hineinsinkt, und was unsichtbar war, wird sichtbar:

Die unendliche Vollkommenheit wird zum Gegenstand der Erfahrung.

Wenn du diesen Zustand erreicht hast, bist du jenseits aller Probleme. Jede wahre Erziehung und Bildung, jede wahre Kultur und Religion, alle geistigen Übungen haben letztlich dieses Ziel im Auge und sollten in der Lage sein, zu diesem Ziel hinzuführen.

Die mystischen Silben sind sehr mächtig. Sie sind direkt Gott selbst. Je mehr du diese Laute hörst, je mehr du diese Silben wiederholst, desto näher kommst du der Gotterfahrung, der Wahrheitserfahrung, der Erfahrung des Unendlichen.

Ohne Weiteres findest du dann zu den Quellen der Weisheit und erfährst die Wahrheit.

Das ist die Art und Weise, sich ins Unendliche zu versenken und ganz bewusst – auch während man hellwach ist – darin zu verweilen.

rose

Du bist nicht der Körper

Was machst du im Tiefschlafzustand?

Du nimmst Zuflucht zur eigenen Existenz.

Plötzlich sinkst du, wenn auch unbewusst, hinein in dein innerstes Sein, in die Gegenwart Gottes in dir.

Was geschieht? – Du bist nicht tot! Du bist nicht verloren gegangen, sondern bist in einen Zustand des Glücks, der endlosen Freude, des endlosen Friedens versetzt worden.

Du darfst nicht denken, du seist dieser Körper, den du bewohnst, denn damit beginnt alles Elend. Du musst ein neues Bild von dir haben, das Bild des zeitlosen, raumlosen, ewigen, unsterblichen, allgegenwärtigen Lichts, das eine zeitlose, raumlose Unendlichkeit an Sein, Bewusstsein, Friede und Freude ist.

Solange du dich als bloßen Körper erfährst, bist du arm dran, denn dieser Körper wird geboren und stirbt. Er ist ein begrenztes, vorübergehendes Phänomen.

Doch ist andererseits das ewige Selbst in dir, dem du im Tiefschlaf begegnest.

Dieses ewige Selbst ist ungeboren und todlos. Es war vor deiner Geburt schon da und wird in alle Ewigkeit existieren. Es ist endlose Erkenntnis, endlose Schönheit, Freiheit, wahre Macht und Kraft.

Diese Macht, diese Schönheit, diese Freude, dieser Friede, diese Vollkommenheit, dieses Licht ist die Göttliche Mutter, es ist die Wahrheit.

Deshalb solltest du immer wieder das Bild deiner wahren, gestaltlosen Gestalt, deines wahren Wesens, in dir erwecken. Was ist deine Gestalt im Tiefschlaf? – Eine gestaltlose Gestalt! Du bist jenseits von Körper, Raum und Zeit.

Denke darüber nach, während du das Mantra wiederholst!

Du denkst, du seist dieser Körper, aber in Wirklichkeit bist du jenseits der Schöpfung und nicht von dieser Schöpfung berührt.

Viel Arbeit und Disziplin sind notwendig, um aus diesem Affen, unserem Gemüt, herauszukommen. Niemals ist es ruhig. Es springt ständig von einem Ding zum andern, wie der Affe von Ast zu Ast.

Das ruhelose Gemüt muss trainiert werden! Immer wieder musst du dich fragen, was Gott ist und welche Beziehung du zu Ihm hast.

Was haben wir denn für eine Beziehung zu Gott? – Wir haben eine lebendige Blutsverwandtschaft, eine unzertrennliche Verwandtschaft mit Gott, so unzertrennlich, dass man sagen kann: Wir sind Gott, Gott ist wir – so innig ist unsere Verwandtschaft mit Gott!

Es ist wichtig und notwendig, dass wir uns immer wieder an das Wesen Gottes und unser eigenes inneres Wesen erinnern, das eins mit Gott ist, damit wir eines Tages, wenn unser Herz vollkommen rein geworden ist, mit Christus sagen können:„Ich und der Vater sind eins.“

rose

Alle Menschen sind Lichter

Das ist die größte und unwiderlegbare Wahrheit unseres Lebens.

Das göttliche Bewusstsein in unserem Innern kann nicht für lange Zeit im Schlaf verbleiben. Es gibt ein Streben in uns, das ständig nach Wegen sucht, sich auszudrücken.

Das Licht des Glaubens brennt in unserem innersten Sein, ein Licht, das sich nicht auslöschen lässt. Eine Sehnsucht nach unendlichem Frieden, unendlicher Freude und Vollkommenheit lebt in unseren Herzen. Auf die eine oder andere Weise versuchen wir alle, uns aus der Gefangenschaft zu befreien, der wir in dieser Welt ausgeliefert sind.

Wir fühlen Erbarmen in unserem Herzen. Unsere Intelligenz leuchtet. Durch unsere Augen drückt sich Gutes aus.

All das sind Eigenschaften und Vorzüge der Gottheit in uns, und die müssen entwickelt werden, bis sie ihre ursprüngliche absolute Qualität zurückerlangt haben.

Alles in uns strebt hin zur Vollkommenheit der Gottheit.

Jeder von uns ist ein Ozean endlosen kreativen Bewusstseins, und in jedem von uns strahlt das Licht der höchsten Gottheit.

Die meisten von uns haben davon keine Kenntnis, doch ist es die Erfahrung der Weisen und unsterblichen Wesen, die über unser Wohlergehen wachen und ihre Segnungen über uns ausgießen.

Dass die Wahrheit unserer inneren Göttlichkeit von uns noch nicht erkannt wird, liegt an bestimmten Begrenzungen des Gemüts und der äußeren Erfahrung. Aber diese Begrenzungen fallen eines Tages ab wie die Blätter eines Baumes im Herbst.

Je größer deine innere Weisheit und deine Sehnsucht nach göttlicher Vollkommenheit ist, desto weniger Macht haben die Begrenzungen und Schwächen der äußeren Welt über dich, und deine innere Freiheit wird immer mehr zum beherrschenden Element deiner Erfahrung.

Du beginnst, klar deine wesenhafte göttliche Natur und deine Beziehungen zur allmächtigen Gottheit zu erkennen, und irgendwann in deinem Leben geschieht es, dass sich die Vollkommenheit deines inneren Wesens in deinem täglichen Leben manifestiert.

Das ist so unvermeidlich wie der Wechsel der Jahreszeiten. Du bist höchst gesegnet! Benimm dich in Übereinstimmung mit der Würde deines inneren göttlichen Bewusstseins! Ziehe dein Bewusstsein immer mehr von den alltäglichen Erfahrungen zurück. Verbinde dich weiterhin mit Gottes Gegenwart und Macht auf vielerlei Arten und Weisen.

Unserem wahren, innersten Wesen nach sind wir selbst die Gottheit. Überall innen und außen strahlt das Licht des göttlichen Bewusstseins.

Wir sind diese unendliche, todlose, absolute Vollkommenheit und Kraft, doch wir sind verloren, völlig absorbiert und besessen von unserer Rolle als menschliche Wesen.

Wie ein Schauspieler seine wahre Identität vergisst, solange er auf der Bühne steht, so haben wir die Erinnerung an unsere Göttlichkeit, an unsere wesentliche göttliche Natur verloren, und nur unsere Schwächen und Unvollkommen heiten sind zur Zeit für uns wirklich.

Solange das der Fall ist, kann die Allwissenheit und Kraft der unendlichen Gottheit in uns nicht offenbar werden.

Um unsere eingeborene Göttlichkeit wieder zu erlangen, müssen wir unsere Denkgewohnheiten und unsere Einstellung zum Leben völlig neu gestalten. Wir müssen unsere Werteskala ändern und anfangen, in Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen die Welt in Begriffen der Gotterfahrung wahrzunehmen.

Erfolg stellt sich erst ein, wenn etwas in uns mit dem Göttlichen in Einklang ist, wenn alles in uns friedlich, leuchtend und strahlend geworden ist.

rose

Entfliehe dem Elend!

Man kann dir so leicht schmeicheln und dich so leicht betrügen. Kleine Dinge machen dich glücklich, jeder Wind kann dich wegblasen, jedes Wort kann dich umbringen oder dich aufbauen, jeder Umstand kann dich glücklich oder unglücklich machen. So schwach, so elend, so unwissend ist dein Zustand.

Du bist stolz, weil jemand dich Herr Direktor nennt. Du bist unglücklich und fühlst dich elend, wenn die Leute dich nicht respektieren.

In deinem Stolz begehst du viele Fehler, bist aber trotzdem sehr zufrieden mit allem, was du selber tust, aber deine Taten und Gedanken stürzen andere Menschen ins Elend und schaden der ganzen Welt.

Du denkst, du seist vernünftig und frei, aber überall bist du gebunden.

Sogar das Wetter macht dich elend. Du besitzt keine Unabhängigkeit. Das Wetter ist stärker als du. Wenn es eine solche Macht über dich hat, wo ist dann deine Freiheit? Kannst du das Wetter ändern? – Du kannst es nicht!

Die Umstände machen dich glücklich oder unglücklich. Du hast keine Macht über sie.

Wo ist deine Macht? Wo ist deine Freiheit? Wo ist deine Vernunft?

Wenn der Ärger kommt, fehlt dir die Fähigkeit, ihn zu kontrollieren und zu meistern.

Wo ist deine Freiheit, wo deine Vernunft? In welcher Hinsicht bist du besser dran als ein Tier? – Denke einmal über deine Situation nach und du wirst stärker und freier werden.

An allen Ecken und Enden bist du Sklave von hundert Dingen, die zur Ursache deines inneren Ruins werden.

Du gehst voller Eitelkeit und Stolz einher und bist stolz auf Taten und Errungenschaften, die deinen inneren Ruin bedeuten.

Erkenne diese elende Situation, in der du dich befindest, und strebe danach, wirkliche Weisheit und Freiheit zu erlangen.

Du bist irrational, deine Vernunft wird beständig Opfer deiner Emotionen. Du schwingst hin und her zwischen einer Träne und einem Lächeln.

Du bist ein hilfloses Opfer von Tausenden von Faktoren im täglichen Leben.

Die Art und Weise, wie Dinge und Umstände dich versklaven, ist wirklich eine große Schande. Du hast nicht die Kraft, den Versuchungen zu widerstehen, sondern bist ihnen hörig.

Auf diese Weise werden dir deine Willenskraft, deine Weisheit, deine Vernunft und deine Freiheit geraubt.

rose

Gedanken

Alle unsere kleinen geistigen Anstrengungen sind wie Ziegelsteine, mit denen wir einen Tempel für Gott in unserem Herzen erbauen; und niemand kann ihn uns stehlen.

Die Gesetze Gottes sind so vollkommen, dass du nicht der Ergebnisse deines Strebens beraubt werden kannst. Tue so viel Gutes wie möglich, und deine Schätze im Himmel und auf Erden werden vervielfacht werden.

Es mag zu Verzögerungen kommen, sodass du ein wenig auf die Ergebnisse deiner Bemühungen warten musst.

Sei deshalb nicht ungeduldig, mache weiter und arbeite, und ganz plötzlich werden dir eines Tages all die Früchte deines Strebens zufallen.


Tue nichts, ohne zuerst mit dem Göttlichen in deinem Herzen zu sprechen.

Schaue niemanden an, ohne zuerst das Göttliche in der betreffenden Person zu sehen.


Gott hat den Menschen mit seiner eigenen Kraft ausgestattet. Er hat ihn aus seiner eigenen Substanz und seinem eigenen Wesen geformt.


Sein Bewusstsein ist allgegenwärtig. Alles existiert in seinem Bewusstsein. Außerhalb davon ist nichts.

Das ganze Problem der menschlichen Existenz besteht in seinen Begrenzungen.

Aber diese Begrenzungen sind rein funktionell und sind nur scheinbar wirklich.

Sie existieren nur solange, als das menschliche Individuum sich weigert, in Selbstverwirklichung und Liebe zu wachsen.

Durch Ausdauer und Selbstdisziplin erlangt man geistigen Fortschritt und göttliche Verwirklichung.


Mitten im Stress und Gewühl des Lebens, ziehe dich ab und zu für eine kurze Zeit von allen ablenkenden Aktivitäten zurück und versuche deinen Blick nach innen zu richten!

Yoga ist reines Verstehen.

Es ist eine gedankliche Bewegung hin zum göttlichen Sein, zum Erleben des göttlichen Lebens, das frei ist von Düsternis und Traurigkeit, von Verdrängung und Melancholie.


Denke immer über die Worte der Heiligen und Weisen, der Philosophen und Dichter nach, und lass dein Gemüt so ruhig wie möglich sein, selbst dann, wenn du äußerlich tanzt und lachst. Lebe ein doppeltes Leben: ein friedliches inneres Leben und das äußere Leben eines Menschen der Welt.

Aus der Ferne verfolge die hohle und pompöse Schau der Welt ohne Anhänglichkeit an ihr flüchtiges Glück oder ihre irreführenden Objekte.

Fahre mit deinen alltäglichen Aktivitäten fort, ohne auch nur ein wenig Glauben an diese Welt zu hegen.


Setze dich an einen Platz, ruhe im Zentrum deines Bewusstseins und fühle einfach die Gegenwart Gottes in dir und rings um dich her.

Dadurch, und indem du ein weises Leben führst, wirst du dich über die ärgerlichen Wechselfälle des Lebens erheben.


Denke nur Gutes, tue nur Gutes und sei gut, und du wirst das ewig Gute ernten.

Alles ist gut. Meditiere über das Gute, über nichts anderes:

Im Lauf der Zeit wirst du mit der höchsten Seligkeit gekrönt werden, die das vollkommene und immerwährende Gute ist.


Durch Verstehen und aufrichtiges Beten wirst du die animalischen Tendenzen und Eigenschaften in dir zerstören.

Dann werden alle göttlichen Tugenden dein Eigen sein, und du wirst ein sorgenfreies und von Frieden erfülltes Leben im Unsterblichen führen.


Setze nie dein Vertrauen in den Fluss des Lebens, sondern verstehe die Wahrheit des Seins, das eine homogene Leben, durch tiefe Meditation über die philosophischen und metaphysischen Wahrheiten, die du von den Weisen und Heiligen vernommen hast.


Sei ein bloßer Zeuge von Ebbe und Flut des Lebens: Das ist der sicherste Weg zu unaufhörlichem Frieden unter allen Umständen und zu jeder Zeit.


Wenn du die eine Wirklichkeit siehst und das eine Leben erkennst, das Gott oder die Wahrheit ist, das eine Leben, das in allen und überall ist, dann wirst du an nichts Mangel leiden, kein Hindernis wird sich dir in den Weg stellen, und keine schweren Sorgen werden dich mehr überfallen.


Die Wahrheit ist das ewige Sein und Bewusstsein. Wahrheit ist Stille, eine Stille, die höchst dynamisch und beredt ist.

Die Wahrheit kann nicht ausgedrückt werden. Ausdruck ist Veränderung. Und alles Veränderliche ist in sich selbst Unwahrheit.

Neben der Wahrheit ist nichts und kann nichts sein. Die Wahrheit existiert als das Eine ohne ein Zweites, als unsterbliche Essenz.

Die Wahrheit ist die unvergängliche Heimat aller Wesen. Aus ihr geht alles hervor, und in sie kehrt alles wieder zurück.

Die Wahrheit ist ein Ozean ungetrübter Seligkeit. Ein kleiner Teil dieser Wahrheit erhält das ganze Universum.

Wahrheit ist Leben und Sein. Unwahrheit ist Zerfall und Tod.

Universale Liebe ist Wahrheit. Barrieren zwischen einem Ding und einem anderen: Das ist Unwahrheit.

Das Wirkliche ist die Wahrheit der Wahrheiten. Das ist es, was existiert, triumphiert und herrscht.

Alle, angefangen von Brahma bis hinunter zum Grashalm, sind auf der Suche nach der einen Wahrheit, die einen unbewusst, die anderen bewusst.

Sie unterscheiden sich nur durch den Grad der Bewusstheit, das Ausmaß der mentalen Reinheit und der Subtilität ihres Zustands.

Jeder Akt des Lebens hier ist ein Schritt näher zur Wahrheit hin, denn die Wahrheit ist die freudige Wohnstätte aller Wesen. In sie gehen alle ein und finden in ihr vollkommene Erfüllung und höchsten Frieden.


Im Tempel deines eigenen Herzens wohnt Gott, der die Quelle des Lebens, der Weisheit und der Freude ist.

Ruhe zu finden in Gott ist deine höchste Bestimmung.

Lass deine Seele in Ihm weilen und unendlichen Reichtum, vollkommene Gesundheit, absoluten Frieden und höchste Freude finden.


Erfülle dein Gemüt mit Gedanken an Gott, dein Herz mit Reinheit und beschäftige deine Hände mit Dienen.

Das ist der Weg, die Unwissenheit und alle anderen Übel des Lebens zu zerstören.


Wo immer du auch sein magst, erinnere dich daran, dass die allgegenwärtige Gottheit dich von allen Seiten umgibt, dass Sie der Mittelpunkt deines Herzens ist, dass Sie auch in deinem Zuhause gegenwärtig ist und alles sieht, was du tust.

rose



Inhaltsverzeichnis Würdigung Gedanken zum Tag Freie Online Bücher Bildergalerie Audio Video Links

Vorträge 2017

28./29. Januar 27./28. Mai 23./24. September
25./26. Februar 24./25. Juni 28./29. Oktober
25./26. März 29./30. Juli 25./26. November
29./30. April 26./27. August 30./31. Dezember

Samstag, 14.30 Uhr:
Vortragssaal, Anton Graff-Str. 75, 8400 Winterthur
 
Sonntag: 9.00 Uhr:
Feuerzeremonie, Lettenbergstr. 17, 8487 Zell

Archiv


WWW Edition 2017